Meine Meinung: Beim VfB Stuttgart läuten die Alarmglocken!

Stuttgart - Der VfB Stuttgart steckt nach zwei Pleiten infolge in einer Minikrise. Dass man dies so bewerten kann, hat sich der Aufsteiger selbst zuzuschreiben. Zu gut waren die Leistungen in der Hinrunde.

Freiburgs Manuel Gulde (29, l.) rennt VfB-Angreifer Nicolas Gonzalez (22) hinterher.
Freiburgs Manuel Gulde (29, l.) rennt VfB-Angreifer Nicolas Gonzalez (22) hinterher.  © Tom Weller/dpa

Kurz nach Weihnachten befand man sich allerdings schon mal in der Situation wie nun nach der 1:2-Schlappe beim SC Freiburg. Nach einem glücklichen Remis gegen den 1. FC Union Berlin verlor der VfB beim VfL Wolfsburg und das Heimspiel gegen RB Leipzig.

Doch dann folgte der Befreiungsschlag. Mit 4:1 fegte Stuttgart den FC Augsburg vom Platz und trotzte somit der drohenden Sieglos-Serie.

Wiederholt sich nun die Geschichte, wenn am kommenden Freitag der 1. FSV Mainz 05 zu Gast ist?

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Daran zu glauben, fällt mir schwer.

Denn die Selbstverständlichkeit, mit der die Stuttgarter in den letzten Monaten überzeugten, ist bei den Niederlagen gegen Arminia Bielefeld und in Freiburg flöten gegangen.

Exemplarisch dafür steht der gegen Freiburg verschossene Elfmeter von Nicolas Gonzalez (22).

Der VfB Stuttgart muss schnell das Glück wiederfinden

Können es nicht fassen: Pascal Stenzel (24, l.-r.), Gonzalo Castro (33) und Daniel Didavi (30) sind nach dem 2:1-Führungstreffer der Freiburger resigniert.
Können es nicht fassen: Pascal Stenzel (24, l.-r.), Gonzalo Castro (33) und Daniel Didavi (30) sind nach dem 2:1-Führungstreffer der Freiburger resigniert.  © Tom Weller/dpa

Der Argentinier war vom Punkt bisher ein absoluter Jubel-Garant. Bis zum Freiburg-Spiel hatte er schließlich alle Strafstöße im VfB-Dress verwandelt - vier in der vergangenen Zweitliga-Saison, drei in der aktuellen Bundesliga-Spielzeit.

Diesmal schob Gonzalez die Kugel jedoch kläglich in die Arme von SC-Keeper Florian Müller (23). Es wäre kurz vor der Pause der 2:2-Ausgleich gewesen.

Anschließend zeigte der VfB zwar bei weitem keine schlechte zweite Hälfte, aber hatte großes Pech, als erst Gonzalez, dann Rückkehrer Erik Thommy in der Schlussphase nur den Pfosten trafen.

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"Das Spiel dürfen wir niemals verlieren", zeigte sich Stuttgart-Star Daniel Didavi (30) nach der Partie dementsprechend frustriert.

Stimmt, auch mit Blick auf die Tabelle!

Einige der Kellerkinder holten nämlich überraschend Punkte.

Gewinnt der 1. FC Köln am Sonntag (18 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim, schmilzt der Abstand der Schwaben zum Relegationsplatz sogar auf "nur" fünf Punkte.

Deshalb sollte der VfB schnellstmöglich das Glück wiederfinden, die Alarmglocken läuten längst!

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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