Meine Meinung zum Castro-Aus beim VfB: Konsequent, aber nicht ohne Risiko!

Stuttgart - Es war ein Paukenschlag! Am Mittwoch teilte der VfB Stuttgart mit, den Vertrag von Gonzalo Castro (33) im Sommer auslaufen zu lassen.

Hat sich dazu entschlossen, den Vertrag von Gonzalo Castro (33) nicht zu verlängern: Sven Mislintat (48).
Hat sich dazu entschlossen, den Vertrag von Gonzalo Castro (33) nicht zu verlängern: Sven Mislintat (48).  © Tom Weller/dpa

Eine mutige, aber schlüssige Entscheidung der Verantwortlichen rund um Sportdirektor Sven Mislintat (48).

So gehört der in die Jahre gekommene Oldie immerhin zu den absoluten Spitzenverdienern bei den Schwaben und kassiert aktuell noch ein üppiges Gehalt aus Reschke-Zeiten.

Daraus, dass die Einsparung der Hauptgrund für das Castro-Aus war, machte der Klub auch erst gar kein Geheimnis.

Die Rede war allerdings von "wirtschaftlich" schwierigen "Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie" - nachvollziehbar.

Auch logisch, dass man das Geld lieber in Jüngere wie Defensivmann Orel Mangala (23) investiert, dessen Vertrag erst vergangene Woche verlängert wurde.

Denn der Belgier könnte - falls ihn sich kein europäischer Top-Klub angelt - einer derjenigen sein, der die Castro-Lücke in den kommenden Jahren schließt.

Nach der anstehenden Trennung von Gonzalo Castro wäre beim VfB auch ein Didavi-Aus nur konsequent!

Es war ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Aufstieg: VfB-Oldie Gonzalo Castro (33, r.) wirft nach seinem wichtigen Siegtreffer zum 3:2 gegen den HSV sein Trikot in die Luft.
Es war ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Aufstieg: VfB-Oldie Gonzalo Castro (33, r.) wirft nach seinem wichtigen Siegtreffer zum 3:2 gegen den HSV sein Trikot in die Luft.  © Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Somit verfolgt Mislintat nur konsequent den Weg, den er beim VfB Stuttgart von Beginn an eingeschlagen hat.

Er vertraut den jungen Wilden und gibt ihnen immer wieder Raum für Entfaltung. Denn nur so können sie auch die nächsten Schritte machen.

Trotzdem gehen die Schwaben mit dem Castro-Aus ein Risiko ein. Immerhin bewies der 33-jährige Ex-Nationalspieler in der laufenden Saison, wie wertvoll er noch sein kann.

Oft war er der Mittelfeldmotor, der mit all seiner Erfahrung die VfB-Angriffe ankurbelte und als Bindeglied zwischen Verteidigung und Angriff fungierte. Eine Rolle, die ein Daniel Didavi (31) zum Beispiel nicht ausfüllen konnte.

Auch dessen Vertrag läuft im Sommer aus. Zwar zeigte dieser längst Bereitschaft, auf Gehalt zu verzichten, doch auch ein Didavi-Aus wäre nur konsequent.

Titelfoto: Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

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