Meine Meinung zum VfB Stuttgart: Stabiler geht's kaum!

Stuttgart - Was für eine Leistung des VfB Stuttgart!

Gonzalo Castro (r.) und Mateo Klimowicz (l.) bejubeln den Treffer von Nicolas Gonzalez zum 1:0 für den VfB.
Gonzalo Castro (r.) und Mateo Klimowicz (l.) bejubeln den Treffer von Nicolas Gonzalez zum 1:0 für den VfB.  © Matthias Balk/dpa

Nach zwei Pleiten infolge ohne eigenen Treffer spielten die Schützlinge von Coach Pellegrino Matarazzo (43) gegen den FC Augsburg groß auf und verpassten den Fuggerstädtern eine satte 1:4-Niederlage.

So lässt sich nach 15 Spielen konstatieren: Stabiler als der VfB geht's kaum!

Und dies ist auf zwei Ebenen zu betrachten.

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Zunächst der Blick aufs Gesamte: Stuttgart hat tatsächlich noch kein wirklich schlechtes Spiel gemacht. Verloren haben sie zwar zum Auftakt gegen den SC Freiburg, dann gegen den FC Bayern München, beim VfL Wolfsburg sowie das Heimspiel gegen RB Leipzig. Chancenlos waren sie dabei aber nie.

Im Gegenteil: Vor allem die Schwergewichte Bayern und Leipzig mussten an ihre Grenzen gehen, um den VfB in die Knie zu zwingen.

Nach Sieg gegen den FC Augsburg: Für den VfB Stuttgart kann es noch weit nach oben gehen

VfB-Abwehrmann Waldemar Anton (l., 24) gratuliert Silas Wamangituka (r.) zu seinem Treffer zum 2:0. Dahinter schleicht sich Vorlagengeber Borna Sosa (22) davon.
VfB-Abwehrmann Waldemar Anton (l., 24) gratuliert Silas Wamangituka (r.) zu seinem Treffer zum 2:0. Dahinter schleicht sich Vorlagengeber Borna Sosa (22) davon.  © Matthias Balk/dpa

Zudem kommt die Stabilität der Mannschaft während der 90 Minuten. In dieser Hinsicht hat die Matarazzo-Elf in Augsburg nochmal einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht.

Immerhin ließ sie sich weder von den eigens vermasselten Großchancen zum 3:0 verunsichern, noch vom Augsburger Anschluss-Treffer direkt nach Wiederanpfiff.

Stattdessen agierten die württembergischen Schwaben "giftig und griffig", wie es Verteidiger Waldemar Anton (24) einschätzte, und stürmten besonders in der zweiten Hälfte wie entfesselt in Richtung des Augsburger Gehäuses.

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Das war nicht immer so. Am siebten Spieltag führte der VfB schonmal 2:0 zur Halbzeit gegen Eintracht Frankfurt. Wie in Augsburg vergab man damals einen Hochkaräter nach dem anderen zum 3:0 und kassierte schließlich noch den 2:2-Ausgleich.

Seitdem hat Stuttgart eine Widerstandsfähigkeit entwickelt. Den VfB-Kickern gelingt es längst, sich das Momentum eines Spiel zurückzuerobern, sollte der Gegner zwischenzeitlich aufmucken. Ein Lernprozess im Eiltempo.

Setzen die Schwaben weiterhin die Vorgaben von Coach Matarazzo so eifrig um, kann es für sie weit nach oben gehen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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