Mislintat: Beim VfB wurde über viele Jahre "kein guter Job gemacht"!

Stuttgart - Sportdirektor Sven Mislintat (48) vom VfB Stuttgart hat den baden-württembergischen Rivalen SC Freiburg vor dem Duell in der Bundesliga am Samstag in den höchsten Tönen gelobt.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48) ist für klare Worte bekannt.
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48) ist für klare Worte bekannt.  © Tom Weller/dpa

"Die Ausrichtung in Freiburg ist für mich, nicht nur, was die Verweildauer des Trainers angeht, ein absolutes Vorbild - der SC Freiburg setzt Maßstäbe, was klare Prinzipien, eine klare Philosophie, Werte und Kontinuität angeht", sagte der 48-Jährige im Doppelinterview der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten.

"Der Standort Freiburg ist wirtschaftlich vielleicht nicht so günstig, wie der unsere in Stuttgart ist, oder besser gesagt, sein könnte. Denn leider bekommen wir dieses wirtschaftliche Umfeld aktuell nicht so aktiviert, wie man es sich erhofft oder vielerorts vermutet wird", sagte Mislintat.

"Das liegt daran, dass wir beim VfB über viele Jahre keinen guten Job gemacht haben. Das Vertrauen müssen wir uns zuerst zurückarbeiten, sodass man uns aus Partner- und Sponsorensicht wieder als tolle Investitionsmöglichkeit wahrnimmt."

Das Problem des VfB Stuttgart: "Man muss die PS auch auf die Straße kriegen"

Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier sagte mit Blick auf den VfB: "Die wirtschaftlichen Voraussetzungen mit dem potenten Speckgürtel rund um die Stadt Stuttgart sind toll – aber man muss die PS auch auf die Straße kriegen. Das Umfeld, die große Tradition und die große Erwartungshaltung, das alles ist sicher nicht immer einfach."

Er denke aber, dass "der VfB die Dellen der vergangenen Jahre gemeistert und sich zuletzt richtig gut entwickelt" habe. "Da kann jetzt richtig was Tolles entstehen, der VfB kann regelrecht explodieren."

Vergangene Saison gewannen die Freiburger beide Duelle mit den Stuttgartern. In der Abschlusstabelle lagen die Schwaben im ersten Jahr nach ihrem Wiederaufstieg aber einen Platz vor dem Rivalen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

Mehr zum Thema VfB Stuttgart: