Nach heftigen Unruhen: Jetzt wird der VfB-Präsident gewählt!

Stuttgart - Es wird ernst! Wer wird für die nächsten vier Jahre zum Präsidenten des VfB Stuttgart gewählt: Pierre-Enric Steiger (49) oder Claus Vogt (51)?

Rund 3000 Mitglieder des VfB Stuttgart werden am Sonntag in der Mercedes-Benz Arena erwartet. (Archivbild)
Rund 3000 Mitglieder des VfB Stuttgart werden am Sonntag in der Mercedes-Benz Arena erwartet. (Archivbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Dies wird am Sonntag (11 Uhr) bei der Mitgliederversammlung des schwäbischen Traditionsvereins entschieden, die aufgrund einer niedrigen Corona-Inzidenz als Präsenzveranstaltung stattfinden kann.

Der Klub erwartet rund 3000 Mitglieder in der Mercedes-Benz Arena.

Als Favorit bei der Präsidentschaftswahl geht Amtsinhaber Vogt ins Rennen, der als besonders Fan-nah gilt. Im Wahlkampf machte er keine großen Versprechen, sondern konzentrierte sich auf das, was er bisher erreichte.

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Dazu gehört vor allem die Gründung einer Mädchen- und Frauenfußballabteilung in Kooperation mit dem VfB Obertürkheim.

Zudem rechnen ihm viele Stuttgarter Fans sein Engagement bei der Aufklärung des Datenskandals hoch an.

Pierre-Enric Steiger will die VfB-Fans ansprechen, die sich von Claus Vogt abgewendet haben

Wer wird beim VfB Stuttgart der Präsident für die kommenden vier Jahre sein? Pierre-Enric Steiger (49, l.) und Claus Vogt (51,r.) kämpfen ums Amt.
Wer wird beim VfB Stuttgart der Präsident für die kommenden vier Jahre sein? Pierre-Enric Steiger (49, l.) und Claus Vogt (51,r.) kämpfen ums Amt.  © Dennis Kupfer/VfB Stuttgart/dpa

Daran wird vermutlich auch der vor Kurzem erschienene "Zeit Online"-Text nichts ändern. Darin wurde unter anderem darüber spekuliert, ob Vogt schon lange vor der Öffentlichkeit von dem Datenskandal wusste und ihn deshalb zu seinem Vorteil nutzen konnte.

Vogt hat in Stuttgart nicht nur Freunde. Im Gegenteil. Im Hintergrund werden sämtliche Kräfte bemüht, eine vierjährige Amtszeit des Präsidenten zu verhindern. So berichtete unter anderem Michael Astor, dass ihn immer wieder Personen kontaktierten, um gegen Vogt Stimmung zu machen. Astor kandidiert für den neunköpfigen Vereinsbeirat, der ebenfalls am Sonntag gewählt wird.

Mit der Schlammschlacht im Hintergrund hat Vogts Herausforderer Steiger augenscheinlich nichts zu tun. Er wirbt für "einen Neuanfang mit neuen Impulsen für den VfB".

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Steiger will die Fans ansprechen, die sich nach dem Machtkampf mit Thomas Hitzlsperger von Vogt abwendeten. Inhaltlich verspricht er, unter anderem das Mitspracherecht der Mitglieder in der AG zu erleichtern.

Neben dem Präsidenten und dem Vereinsbereit werden außerdem zwei Vize-Präsidenten gewählt.

Titelfoto: Dennis Kupfer/VfB Stuttgart/dpa

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