Nur Talente aus der ganzen Welt beim VfB? Stuttgarts Signal an den eigenen Nachwuchs

Stuttgart - Schwäbische Lockerheit! Weil der Klassenerhalt längst in trockenen Tüchern ist, kann der VfB Stuttgart die zwei noch ausstehenden Bundesligaspieltage mit großer Gelassenheit angehen.

Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (39) ist von den VfB-Talenten überzeugt.
Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (39) ist von den VfB-Talenten überzeugt.  © Tom Weller/dpa

Doch zu verschenken haben die Schützlinge von Trainer Pellegrino Matarazzo (43) natürlich nichts, wenn sie am Samstagnachmittag (15.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach antreten.

Vor allem einer nicht: Luca Mack (20)!

"Als Sportler will man jedes Spiel gewinnen", so der VfB-Youngster, der beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Augsburg sein Bundesliga-Debüt gefeiert hat. Das Stuttgarter Eigengewächs konnte im Anschluss sein Glück kaum fassen: "Es war unbeschreiblich!"

VfB-Transferticker: Doch nicht England! Nicolas Gonzalez steht kurz vor Wechsel nach Italien
VfB Stuttgart VfB-Transferticker: Doch nicht England! Nicolas Gonzalez steht kurz vor Wechsel nach Italien

Auch VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (39) war sehr erfreut über den Mack-Einsatz, wie er am Sonntag in der SWR-Sendung "Sport im Dritten" betonte. Solche Erfolge seien ein "Signal für die eigenen Talente".

Die würden so nämlich sehen, dass der VfB nicht "nur Spieler aus der ganzen Welt verpflichtet", sondern auch der eigenen Jugend eine Chance gibt.

Dies ist Hitzlsperger ein Anliegen. Denn erst im August des vergangenen Jahres rumorte es innerhalb des Vereins, weil manch einer mit der Transferpolitik von Sven Mislintat (48) nicht einverstanden war.

VfB-Youngster sind vom Verletzungspech gebeutelt

Luca Mack (20) feiert gegen den FC Augsburg sein Bundesliga-Debüt.
Luca Mack (20) feiert gegen den FC Augsburg sein Bundesliga-Debüt.  © IMAGO / Sportfoto Rudel

Dem Sportdirektor wurde damals vorgeworfen, ihn würde die eigene Jugend kaum interessieren und er hole lieber Talente aus dem Ausland.

Scharfe Kritik, die spätestens zu Beginn der Saison im Keim erstickt wurde, als Mislintats Rasselbande um Silas Wamangituka (21) und Tanguy Coulibaly (20) ganz Fußball-Deutschland verzückte.

Dass die beiden als Rohdiamanten aus Frankreich kamen, interessierte da schnell nicht mehr.

Nach DFB-Sperre: Wie geht es mit Silas beim VfB weiter?
VfB Stuttgart Nach DFB-Sperre: Wie geht es mit Silas beim VfB weiter?

So geht der Sportdirektor seinen eingeschlagenen Weg weiter. Für die kommende Saison hat er mit Ömer Beyaz (17) von Fenerbahçe Istanbul und dem Australier Alou Kuol (19) zwei vielversprechende Talente erneut aus dem Ausland verpflichtet.

Im eigenen Stall lief es dagegen nicht gut. Bitter: Mit Lilian Egloff (18) kämpft Stuttgarts größtes Talent seit rund sechs Monaten mit einem hartnäckigen Knochenödem. Auch die schwäbische Hoffnung Jordan Meyer (19) ist verletzungsgeplagt.

Im November zog sich der defensive Mittelfeldspieler bereits den zweiten Kreuzbandriss zu. Allerdings soll er die anstehende Sommervorbereitung mit den Profis absolvieren.

Dabei kann ihm Mack als Vorbild dienen. Der 20-Jährige sprühte nach seinem Bundesliga-Debüt jedenfalls voller Glück: "Man hat das Gefühl, noch einen Tick näher dran zu sein. Man gehört richtig dazu." Worte, die Vorstandsboss Hitzlsperger gerne hören wird.

Titelfoto: IMAGO / Sportfoto Rudel

Mehr zum Thema VfB Stuttgart: