Offenbar ungeimpfter VfB-Star Daniel Didavi setzt seine Karriere aufs Spiel

Stuttgart - Hat Daniel Didavi (31) beim VfB Stuttgart noch eine Zukunft?

Trotz allem: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (44) schätzt Daniel Didavi.
Trotz allem: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (44) schätzt Daniel Didavi.  © Daniel Karmann/dpa

Aktuell spielt der Ballkünstler im System von Coach Pellegrino Matarazzo (44) jedenfalls keine Rolle.

Erst ein einziges Mal in der laufenden Saison, bei der 0:1-Pleite gegen Arminia Bielefeld am elften Spieltag, stand Didavi über die volle Distanz auf dem Platz.

Bei der darauf folgenden Partie in Dortmund durfte der 31-Jährige nochmal für knapp 20 Minuten ran. Doch seitdem ist er außen vor.

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Ein Grund dafür dürfte auch seine Einstellung zu Corona sein.

Denn Didavi gilt als ungeimpft und stand sogar gegen den VfL Wolfsburg nicht im Kader, weil zu diesem Zeitpunkt die "2G+"-Regel in niedersächsischen Hotels galt.

Auch vergangene Woche beim Gastspiel bei der SpVgg Greuther Fürth fehlte Didavi.

Diesmal hatte sich der 31-Jährige nach einem Kontakt mit einer positiv getesteten Person freiwillig in Quarantäne begeben.

VfB-Star Daniel Didavi gerät nicht zum ersten Mal im Zusammenhang mit Corona in die Schlagzeilen

VfB-Star Daniel Didavi (31) plant wohl weiterhin nicht, sich impfen zu lassen.
VfB-Star Daniel Didavi (31) plant wohl weiterhin nicht, sich impfen zu lassen.  © Tom Weller/dpa

Umstände, die Coach Matarazzo nicht gefallen können. Dennoch bleibt der Übungsleiter in der Öffentlichkeit gelassen und zweifelt nicht an Didavi als Vorbild im Team.

Auf TAG24-Nachfrage sagte Matarazzo: "Dida ist Dida. Wenn man Dida versteht, dann weiß man, was er für ein toller, authentischer und ehrlicher Mensch ist. Da können sich viele was von abschauen."

Dann lobte der Coach seinen Schützling für seine Standhaftigkeit. "Wenn er eine Überzeugung hat, dann vertritt er die auch. Das ist eine sehr positive Eigenschaft", so Matarazzo, der allerdings betonte, dabei nicht von Didavis Einstellung zur Corona-Impfung zu sprechen.

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Derweil ist es nicht das erste Mal, dass der Zehner im Zusammenhang mit der Pandemie in die Schlagzeilen geriet. Bereits im Mai 2020 veröffentlichte er bei Instagram mehrere Postings, in denen er an der Gefahr durch das Coronavirus zweifelte. Zudem folgte er auf der Plattform dem Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen (56).

Damals verteidigte Sportdirektor Sven Mislintat (49) seinen Schützling mit Vehemenz. Auch aktuell stellt er sich vor Didavi. Fraglich ist allerdings, wie es mit der Zukunft des Spielmachers aussieht, da sein Vertrag zum Saisonende ausläuft. Eine Verlängerung wäre eine faustdicke Überraschung.

Ob ein anderer Klub sich für den offenbar ungeimpften Profi interessieren würde, darf allerdings ebenfalls bezweifelt werden.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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