RB Leipzig eiskalt! Rote Bullen beenden beim VfB Stuttgart ihre Horror-Serie

Stuttgart/Leipzig - Rote Bullen oben auf! RB Leipzig hat den VfB Stuttgart am 19. Spieltag der 1. Bundesliga mit 2:0 (1:0) geschlagen. Damit gelang den Sachsen der erste Auswärtsdreier seit dem 4:1-Triumph beim SV Werder Bremen am 10. April vergangenen Jahres. Die abstiegsbedrohten Schwaben blieben derweil im vierten Spiel infolge sieglos.

Schock für den VfB: André Silva (2.v.r.) erzielt per Elfmeter die 1:0-Führung für RB.
Schock für den VfB: André Silva (2.v.r.) erzielt per Elfmeter die 1:0-Führung für RB.  © Picture Point/Roger Petzsche

André Silva brachte RB mit 1:0 in Führung (11. Minute/Handelfmeter), bevor Christopher Nkunku den 2:0-Endstand herstellte (70.).

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo schmiss nach dem enttäuschenden 0:0-Remis bei der SpVgg Greuther Fürth die Rotationsmaschine an und wechselte viermal. Anstelle von Pascal Stenzel, Borna Sosa, Roberto Massimo und Philipp Förster begannen Konstantinos Mavropanos, Nikolas Nartey, Tanguy Coulibaly sowie Alexis Tibidi.

Nach dem 4:1-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 veränderte RB-Trainer Domenico Tedesco seine Startelf auf nur einer Position und ersetzte Dominik Szoboszlai durch Nkunku.

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Es war ein guter Beginn des VfB. Die Hausherren zeigten eine andere Körpersprache als zuletzt und liefen die Leipziger früh an.

Kapital schlugen sie aus den frühen Bemühungen aber nicht.

So ging der VfB Stuttgart das Heimspiel gegen RB Leipzig an

Die Aufstellung von RB Leipzig beim VfB Stuttgart

André Silva bringt RB Leipzig beim VfB Stuttgart vom Punkt in Führung

Großer Jubel bei den Roten Bullen nach dem Treffer zum 1:0 durch André Silva (4.v.r.).
Großer Jubel bei den Roten Bullen nach dem Treffer zum 1:0 durch André Silva (4.v.r.).  © Picture Point/Roger Petzsche

Stattdessen der Rückschlag: Nach einer Flanke von Nkunku spielte Mavropanos die Kugel im Strafraum mit der Hand - Elfmeter für RBL (10.). Silva schnappte sich das Leder und verwandelte rechts halb hoch zum 1:0 ins weiß-rote Netz (11.).

Trotz des Gegentores ließen sich die Matarazzo-Mannen nicht verunsichern und spielten mit viel Wucht nach vorne. Doch bei der engmaschigen Sachsen-Defensive gab es zunächst kein Durchkommen.

In der 15. Minute hatte dann Coulibaly die erste Mini-Chance für die Schwaben, als er über rechts in den Strafraum dribbelte. Sein kläglicher Abschluss landete jedoch in den Armen von RB-Keeper Peter Gulacsi.

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Es entwickelte sich eine Partie, die viel zwischen den Strafräumen stattfand. Dabei kontrollierte der VfB das Geschehen, während die Gäste auf Konter lauerten.

Möglichkeiten blieben lange Mangelware, bis Stuttgart kurz vor der Halbzeit den Druck erhöhte. Hiroki Ito probierte es aus der Ferne, aber Leipzigs Schlussmann Gulacsi war rechtzeitig am Boden und parierte (40.). Im Anschluss kam Wataru Endo nach einem Freistoß aus sieben Metern zum Schuss, doch Gulacsi hielt erneut gekonnt (44.).

Christopher Nkunku macht für RB Leipzig den Sack beim VfB Stuttgart zu

RB-Star Christopher Nkunku hat die Kugel gerade zum 2:0 versenkt und feiert seinen Treffer.
RB-Star Christopher Nkunku hat die Kugel gerade zum 2:0 versenkt und feiert seinen Treffer.  © Picture Point/Roger Petzsche

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war Stuttgart am Drücker und hatte in der 56. Minute die Hammer-Chance zur Führung: Chris Führich brachte den Ball von halb links per Freistoß scharf ins Zentrum, wo Sasa Kalajdzic lauerte.

Der Sturmriese köpfte die Murmel allerdings direkt auf Leipzigs Schlussmann Gulacsi. Das hätte die Führung für die Schwaben sein müssen.

Von den Sachsen war dagegen seit dem Führungstreffer so gut wie gar nichts mehr zu sehen. Bis Nkunku über rechts zum Konter ansetzte und auf Poulsen flankte. Der legte auf Silva ab, doch Mavropanos ging dazwischen. Stuttgart bekam die Situation erst nicht geklärt, aber die Leipziger vertändelten die Möglichkeit (60.).

Jetzt wurde der VfB wieder gefährlich: Diesmal war es Waldemar Anton, der nach einem Führich-Freistoß aus kurzer Distanz zum Kopfball kam, allerdings wischte Gulacsi die Pille im allerletzten Moment mit einer Glanzparade übers Tor (67.).

Wer solche Gelegenheiten liegen lässt, der wird bestraft. So auch diesmal: Benjamin Henrichs schickte Nkunku steil, der sich VfB-Keeper Florian Müller genau ausguckte, bevor er den Ball eiskalt zum 2:0 einschoss (70.). Bitter für den VfB, der in der zweiten Hälfte die bessere Mannschaft war.

Im Anschluss schmiss der VfB nochmal alles nach vorne, blieb aber glücklos. So konnten sich die Leipziger freuen. Mit dem Sieg gelang RB der erste Auswärtsdreier seit April 2021.

Weiter geht es für den VfB im Baden-Württemberg-Duell am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg. Leipzig empfängt sonntags (15.30 Uhr/DAZN) den VfL Wolfsburg.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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