Schluss mit VfB-Frust! Sosa wuchtet Stuttgart bei Silas-Comeback aus der Krise

Stuttgart - Befreiungsschlag für den VfB Stuttgart! Die Schwaben haben den 1. FSV Mainz 05 mit 2:1 (1:1) geschlagen. Somit kann der VfB im Abstiegskampf etwas durchatmen. Außerdem feierte Silas Katompa Mvumpa nach Kreuzbandriss sein Comeback.

Stuttgart feierte den Torschützen zum 1:0: Hiroki Ito (Mitte).
Stuttgart feierte den Torschützen zum 1:0: Hiroki Ito (Mitte).  © Tom Weller/dpa

Vor 25.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena erzielte Hiroki Ito das 1:0 für den VfB (21. Minute), bevor Alexander Hack zum 1:1-Ausgleich traf (38.). Borna Sosa sorgte für die erneute Stuttgarter Führung zum 2:1 (51.).

Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Pleite bei Borussia Dortmund nur auf einer Position: Für den gelbgesperrten Tanguy Coulibaly begann Omar Marmoush.

Mainz-Coach Bo Svensson tauschte nach dem 1:1-Remis gegen den 1. FC Köln verletzungsbedingt zweimal. Leandro Barreiro und David Nemeth ersetzten Stefan Bell und Dominik Kohr.

Beim VfB Stuttgart kristallisiert sich ein gefährliches Machtgefälle heraus
VfB Stuttgart Beim VfB Stuttgart kristallisiert sich ein gefährliches Machtgefälle heraus

Der VfB begann wie die Feuerwehr. Ito schlug einen langen Ball tief aus der eigenen Hälfte auf Marmoush, der mit viel Tempo über die linke Seite stürmte und die Nullfünfer-Abwehr komplett stehen ließ.

Der Ägypter zog nach innen und schloss ab, doch der Mainzer Keeper Robin Zentner lenkte die Kugel übers Tor (3.).

So ging der VfB Stuttgart in die Partie gegen den 1. FSV Mainz 05

Startaufstellung des 1. FSV Mainz 05 beim VfB Stuttgart

Hiroki Ito bringt den VfB Stuttgart gegen Mainz in Führung, dann VAR-Schock für die Schwaben

Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck schaut sich die strittige Szene nochmal an.
Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck schaut sich die strittige Szene nochmal an.  © Tom Weller/dpa

Anschließend war die Luft aber erstmal raus. Die Nullfünfer standen kompakt und überließen den Hausherren den Ball. Und die Stuttgarter? Denen fehlte zunächst, wie bereits in den vergangenen Wochen häufig, die Durchschlagskraft.

Dann wurden die Mainzer gefährlich: Jonathan Burkardt schickte Karim Onisiwo nach Ballgewinn in die Gasse und der Angreifer schloss direkt ab. Stuttgarts Schlussmann Florian Müller machte das kurze Eck jedoch zu und parierte souverän (12.).

Je länger die Partie andauerte, umso besser wurden die Schwaben, die sich immer mehr Chancen herausspielten.

VfB Stuttgart schwört sich auf Existenzkampf ein
VfB Stuttgart VfB Stuttgart schwört sich auf Existenzkampf ein

Für den Aufwand belohnten sie sich umgehend: Borna Sosa brachte die Kugel erst ins Zentrum, bevor Orel Mangala das Leder zurück in den linken Halbraum des Strafraums legte. Dort lauerte Ito, der lässig zur 1:0-Führung ins lange Eck schlenzte (21.).

Beinahe hätte der VfB wenige Minuten später die Riesenchance aufs 2:0 gehabt, da Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck nach einer Faustabwehr des Mainzer Schlussmanns Zentner zunächst auf den Punkt zeigte. Der Referee zog die Entscheidung nach Ansicht der Videobilder jedoch zurück - der Keeper spielte den Ball (24.).

Alexander Hack besorgt den Mainzer Ausgleich, Borna Sosa bringt den VfB wieder in Führung

Alexander Hack (2.v.r.) köpft zum Ausgleich ein und lässt Mainz jubeln.
Alexander Hack (2.v.r.) köpft zum Ausgleich ein und lässt Mainz jubeln.  © Tom Weller/dpa

Geschockte Stuttgarter verloren nun etwas den Faden, während sich die Nullfünfer steigerten und mit purer Effizienz glänzten. Bei einer Ecke von Jean-Paul Boetius war Hack gedankenschneller als die VfB-Defensive und köpfte locker ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich ein (38.).

Auch in der zweiten Hälfte hatten die Matarazzo-Mannen den besseren Start und machten mächtig Dampf. Erst setzte Philipp Förster das Leder noch mit einem Linksschuss ans Außennetz (48.), dann trieb Mangala den Ball nach vorne und bediente geschickt den links heranstürmenden Sosa. Der Kroate drang in den Strafraum und drosch die Kugel ins kurze Ecke in den Knick. Ein Wahnsinnstreffer, bei dem sich Sosa gefühlt den ganzen Frust der vergangenen Wochen von der Seele schoss.

Die Mainzer hatten nach dem Gegentreffer mit sich zu kämpfen und präsentierten sich erstaunlich schwach. Einzig Boetius probierte es mit zwei Schüssen aus der zweiten Reihe (59.;76.), die beide deutlich übers schwäbische Gehäuse zischten.

Kurz vor Schluss gab es dann noch einen Gänsehautmoment im ehemaligen Neckarstadion. Silas Katompa Mvumpa feierte nach einem Kreuzbandriss und mehrmonatiger Pause sein Comeback (84.) - Standing Ovations von den Rängen. Sportlich war die Messe dagegen gelesen, weil den Mainzern im Spiel nach vorne nichts mehr einfiel. Stuttgart feierte somit den ersten Bundesligasieg seit sieben Wochen.

Weiter geht es für die Mainzer nächste Woche Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den VfL Wolfsburg. Der VfB empfängt sonntags (15.30 Uhr/DAZN) Hertha BSC.

Borna Sosa (l.) freut sich gewaltig über seinen Siegtreffer.
Borna Sosa (l.) freut sich gewaltig über seinen Siegtreffer.  © Tom Weller/dpa

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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