Schock-Diagnose trifft VfB bis ins Mark: Wie geht’s weiter ohne Silas Wamangituka?

Stuttgart - Die schwere Verletzung von Silas Wamangituka (21) trifft den VfB Stuttgart bis ins Mark!

War geschockt nach der Verletzung von Silas Wamangituka (21): VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48).
War geschockt nach der Verletzung von Silas Wamangituka (21): VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48).  © Tom Weller/dpa

Schon kurz nach der 0:4-Pleite beim FC Bayern München ahnte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48) Böses, sprach von einer möglichen Verletzung des Bandapparats.

Am Sonntagmorgen folgte die Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie. "Eine bittere Nachricht, die Silas und wir alle erst einmal sacken lassen müssen", reagierte Mislintat bedrückt.

Wamangituka war nach einem Zweikampf mit David Alaba (28) unglücklich aufgetreten. Eine alltägliche Spielsituation mit schweren Folgen: Der 21-Jährige wird monatelang ausfallen.

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Tragisch für ihn, da er zu den hellsten Sternen gehörte, die in dieser Saison die Bundesliga-Bühne betraten. Aber auch der Klub muss sich erstmal schütteln.

Denn "Silas war im bisherigen Saisonverlauf eine wichtige Stütze der Mannschaft", wie Mislintat betonte.

Dem VfB Stuttgart werden die Stärken von Silas Wamangituka fehlen

Silas Wamangituka (21) verletzte sich in einem Zweikampf mit Bayerns David Alaba (28).
Silas Wamangituka (21) verletzte sich in einem Zweikampf mit Bayerns David Alaba (28).  © Matthias Schrader/AP Pool/dpa

So muss Stuttgart für die restliche Saison auf seinen zweitbesten Angreifer verzichten. Elf Treffer erzielte Wamangituka immerhin, nur Sasa Kalajdzic (23) gelangen zwei mehr.

Doch den Kongolesen zeichnet nicht "nur" seine Torgefahr aus. Wamangituka hat nämlich das gewisse Etwas. Mit seinen unnachahmlichen Dribblings zieht er immer wieder mehrere Gegenspieler auf sich und eröffnet somit Räume.

Laut ligainsider gehört er in seiner Königsdisziplin mit einer Quote von 51,6 Prozent erfolgreichen Dribblings zu den Besten der Liga.

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Zum Vergleich: Borussia Dortmunds Jadon Sancho (20) hat eine Quote von 51,2, Leon Bailey (23, Bayer 04 Leverkusen) eine von 49,2.

Wie wertvoll der 21-Jährige für den VfB ist, beweisen außerdem seine Einsatzzeiten. Nur aufgrund einer Gelbsperre verpasste Wamangituka die Partie bei Arminia Bielefeld, in den anderen 25 Spielen stand er immer auf dem Platz.

Nicolas Gonzalez oder Erik Thommy? Wer Silas Wamangituka ersetzen könnte

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43) wird Nicolas Gonzalez (22) nun noch mehr Vertrauen schenken müssen als eh schon.
VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43) wird Nicolas Gonzalez (22) nun noch mehr Vertrauen schenken müssen als eh schon.  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

Zuletzt überlegte sich Coach Pellegrino Matarazzo (43) häufiger, ob er Wamangituka eine Pause gönnen sollte. Schlussendlich entschieden sie sich aber gemeinsam dagegen.

Nun muss sich der Trainer zwangsläufig eine Alternative überlegen, was zu der Frage führt, wer Wamangituka überhaupt ersetzen kann?

Von der Torgefahr am ehesten Nicolas Gonzalez (22), der nach einem Muskelfaserriss wieder fit ist. Auch sonst kommt der Argentinier Wamangituka von der Spielweise nahe.

Erik Thommy (26), der zuletzt zweimal nicht im Kader stand, dürfte ebenfalls wieder mehr in den Fokus rücken. Der Außenbahnspieler ist im Gegensatz zu Wamangituka jemand, der über den Kampf ins Spiel kommt.

Eins-zu-eins wird der Kongolese jedoch sowieso nicht zu ersetzen sein. Bleibt für den VfB nur zu hoffen, dass Wamangituka bald wieder fit wird. Im besten Falle zum ersten Spieltag der neuen Saison.

Titelfoto: Matthias Schrader/AP Pool/dpa

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