Schwacher VfB in Bochum! Kriselndes Stuttgart bleibt im fünften Spiel ohne Sieg

Bochum/Stuttgart - Schwache Nullnummer! Der VfB Stuttgart musste sich wegen einem 0:0-Remis gegen den VfL Bochum mit einem Punkt zufriedengeben. Damit bleiben die Schwaben im fünften Spiel in Folge ohne Sieg.

Vom VfB kam in Sachen Offensive zunächst viel zu wenig, auch von Angreifer Omar Marmoush.
Vom VfB kam in Sachen Offensive zunächst viel zu wenig, auch von Angreifer Omar Marmoush.  © Bernd Thissen/dpa

Im Vergleich zur 0:7-Klatsche beim FC Bayern München schmiss VfL-Trainer Thomas Reis die Rotationsmaschine an und veränderte seine Startelf auf gleich vier Positionen.

Erhan Masovic durfte für Vasilios Lampropoulos in der Innenverteidigung ran, außerdem wurden Konstantinos Stafylidis, Robert Tesche sowie Milos Pantovic durch Herbert Bockhorn, Eduard Löwen und Christopher Antwi-Adjei ersetzt.

Dagegen nahm VfB-Coach Pellegrino Matarazzo nach der 1:3-Pleite gegen Bayer 04 Leverkusen nur drei Änderungen vor.

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So nahm er Marc Oliver Kempf, Hiroki Ito und Roberto Massimo raus und brachte Waldemar Anton, Mateo Klimowicz sowie Hamadi Al Ghaddioui.

An der Castroper Straße entwickelte sich von Beginn an ein umkämpftes Match, bei dem spürbar war, dass beide Teams etwas gutzumachen hatten.

Die Startaufstellung des VfL Bochum gegen den VfB Stuttgart

So ging der VfB Stuttgart das Auswärtsspiel beim VfL Bochum an

Der VfL Bochum kauft dem VfB Stuttgart den Schneid ab

Umkämpftes Match: Hier fällt Stuttgarts Hamadi Al Ghaddioui (r.) nach einem Zweikampf mit Armel Bella Kotchap (am Boden).
Umkämpftes Match: Hier fällt Stuttgarts Hamadi Al Ghaddioui (r.) nach einem Zweikampf mit Armel Bella Kotchap (am Boden).  © Bernd Thissen/dpa

Das erste Ausrufezeichen setzte dann der VfB: Nach einer Flanke von Borna Sosa von rechts kam Konstantinos Mavropanos zum Kopfball, doch die Kugel landete zu mittig in den Händen von VfL-Keeper Manuel Riemann (4.).

Im Anschluss war in Sachen Offensivaktionen aber erstmal Sendepause für die Schwaben. Wie in den vergangenen Wochen tat sich die Matarazzo-Truppe auch in Bochum brutal schwer, im Vorwärtsgang Druck zu entwickeln.

Zudem kamen die Gäste häufig zu spät in die Zweikämpfe, sodass ihnen viele unnötige Fouls unterliefen.

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Der VfL machte es dagegen besser und kaufte dem VfB den Schneid ab. Im Vorwärtsgang leitete Antwi-Adjei die Pille von der Strafraumgrenze mit einem Steckpass auf Löwen weiter, der sofort abzog, aber Stuttgarts Schlussmann Florian Müller wehrte die Kugel im letzten Moment zur Seite ab (18.).

Kurze Zeit später wieder Bochum: Gerrit Holtmann flankte von links auf den kurzen Pfosten, an dem Sebastian Polter bereitstand, doch der Stürmer traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten.

Eine Riesengelegenheit, doch der Treffer hätte wohl sowieso nicht gezählt, weil Flügelflitzer Holtmann zuvor im Abseits stand (26.).

VfB Stuttgart nach der Einwechslung von Chris Führich lebhafter

Referee Christian Dingert nimmt nach einem Handspiel das Tor von Konstantinos Mavropanos zurück.
Referee Christian Dingert nimmt nach einem Handspiel das Tor von Konstantinos Mavropanos zurück.  © Bernd Thissen/dpa

Die Hausherren machten auch anschließend Druck und waren die bessere Mannschaft, größere Chancen spielten sie sich aber nicht mehr heraus.

Dafür wurden sie zu Beginn der zweiten Hälfte gleich wieder gefährlich. So drang Antwi-Adjei nach einem Sturmlauf über die rechte Seite in den Strafraum und schloss eigensinnig ab - Schwaben-Tormann Müller parierte ohne Probleme (48.).

Dann zappelte die Kugel nach einem Abschluss von Konstantinos Mavropanos im blau-weißen Netz, doch der Grieche war unmittelbar zuvor mit der Hand am Ball. Nach Ansicht der Videobilder nahm Referee Christian Dingert das Tor zurück (55.).

Jetzt waren die Reis-Schützlinge wieder hellwach und machten Dampf. Holtmann kam über rechts und legte das Leder in den Rückraum auf Antwi-Adjei, der die Pille flach links vorbeisetzte (60.).

Mit der Einwechslung von Chris Führich wurde der VfB lebendiger. Der Stuttgarter Neuling bediente zunächst Omar Marmoush gekonnt, doch der Angreifer schoss die Murmel aus spitzem Winkel knapp rechts vorbei (60.). Kurze Zeit später versuchte es Sosa aus der zweiten Reihe, sein Abschluss ging allerdings gen Bochumer Himmel (62.).

In der Schlussphase knisterte es an der Castroper Straße. Beide Teams waren bemüht, die Entscheidung herbeizuführen. Allerdings fehlte es ihnen einfach an Präzision und Konsequenz, weshalb es beim 0:0 blieb.

Für den VfB geht es am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit dem Baden-Württemberg-Duell gegen die TSG 1899 Hoffenheim weiter. Am selben Tag (18.30 Uhr/Sky) gastiert Bochum bei RB Leipzig.

Konstantinos Mavropanos und der VfB am Boden: Ein Remis gegen den VfL Bochum war und ist zu wenig.
Konstantinos Mavropanos und der VfB am Boden: Ein Remis gegen den VfL Bochum war und ist zu wenig.  © Bernd Thissen/dpa

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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