Aufsteiger VfB Stuttgart zieht trotz starker Schlussphase gegen Freiburg den Kürzeren

Stuttgart - Was ein Fight! Zum Saisonauftakt hat der SC Freiburg gegen einen kämpferischen VfB Stuttgart schlussendlich glücklich mit 3:2 (2:0) gewonnen. Dabei erzielte Nils Petersen die 1:0-Führung für den SC (8. Minute), ehe Roland Sallai auf 2:0 erhöhte (26.). Vincenzo Grifo traf zum 3:0 (48.). Sasa Kalajdzic verkürzte für den VfB auf 3:1 (72.), bevor Silas Wamangituka das Tor zum 3:2-Anschluss gelang (82.) 

Freiburgs Roland Sallai (l, 23) und Stuttgarts Orel Mangala (22) kämpfen um den Ball.
Freiburgs Roland Sallai (l, 23) und Stuttgarts Orel Mangala (22) kämpfen um den Ball.  © DPA/Tom Weller

Im Vergleich zum Sieg beim FC Hansa Rostock (DFB-Pokal) tauschte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nur auf einer Position: Für Stürmer Sasa Kalajdzic rückte Mateo Klimowicz ins Team. 

Auch der Badener Konkurrent setzte sich im Pokal gegen den SV Waldhof Mannheim durch. Im Gegensatz zur Partie vergangene Woche veränderte SC-Coach Christian Streich seine Anfangself auf drei Positionen: Für Yannik Keitel und Chang-Hoon Kwon starteten Sallai und Lucas Höler, Florian Müller stand anstelle von Benjamin Uphoff zwischen den Pfosten. 

Vor der Partie sagte VfB-Trainer Matarazzo, er traue seiner Elf in dieser Saison eine Überraschung zu. Vor 7123 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena gab es dafür zunächst allerdings wenig Anlass zur Hoffnung. Zwar überließ Freiburg dem VfB viel den Ball, doch agierte in den wenigen eigenen Aktionen eiskalt. 

So hatte Petersen nach einer Sallai-Flanke wenig Mühe, die Kugel per Kopf zur 1:0-Führung im Stuttgarter Gehäuse zu verwandeln (8.).  

Freiburger Vincenzo Grifo und Roland Sallai ziehen mit ihren Toren dem VfB Stuttgart den Zahn

Der SC Freiburg bejubelt das 1:0 durch Nils Petersen (31).
Der SC Freiburg bejubelt das 1:0 durch Nils Petersen (31).  © DPA/Tom Weller

Ein Tor, das sich nicht angedeutet hatte und von dem sich die Stuttgart nicht verunsichern ließen. 

Geduldig spielten die Schwaben nach vorne und hatten beinahe die passende Antwort parat: Gonzalo Castro steckte den Ball geschickt auf Wamangituka durch, doch dessen Abschluss war nicht scharf genug, sodass die Freiburger die kullernde Kugel von der Linie kratzen konnten (16.). 

In dieser Phase war der VfB die bessere Mannschaft, doch der SC spielte konsequent. Nach einem Freistoß von Grifo brachte Petersen den Ball mit der Hacke aufs Tor. Erst parierte Stuttgart-Keeper Gregor Kobel, dann staubte Sallai zum 2:0 (26.) für die Badener ab. 

Zu Beginn der zweiten Hälfte nahmen die Freiburger dem VfB gleich jegliche Hoffnung der Besserung. 

Wieder war Sallai beteiligt, der den Ball in die Tiefe auf Höler spielte. Dieser leitete den Ball in die Mitte auf Grifo weiter, der aus kurzer Distanz auf 3:0 für den Sportclub erhöhte (48.). 

Dieser Treffer zog dem VfB den Zahn. Sie probierten es zwar weiter, doch die Verunsicherung war spürbar und der jungen Offensive fehlte die Abgezocktheit.

Besser machte es dann der eingewechselte Kalajdzic: Nach einem Zuckerpass von Daniel Didavi lupfte der Stürmer gekonnt über SC-Keeper Müller zum 3:1 (72.). Die Stuttgarter witterten jetzt nochmal Morgenluft und so gelang ein langer abgefälschter Pass unverhofft zu Wamangituka, der mit einem Schuss ins kurze Eck den 3:2-Anschluss für den VfB herstellte. Anschließend drückten die Schwaben auf den Ausgleich, doch dieser blieb aus. 

Am Ende gewannen die Freiburger glücklich mit 3:2 (2:0) und feierten somit einen gelungen Auftakt in Bundesliga-Saison. Der VfB muss dagegen für kommende Aufgaben Mut aus der starken Schlussphase schöpfen. 

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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