Trotz Platz 17: Sven Mislintat verteidigt VfB-Weg mit vielen Talenten!

Stuttgart - Sportdirektor Sven Mislintat (49) hat die Philosophie des VfB Stuttgart verteidigt, trotz der aktuellen Abstiegsgefahr in der Bundesliga vermehrt auf junge Talente zu setzen.

Der Sportdirektor des VfB Stuttgart, Sven Mislintat (49), setzt auf seine guten Spieler - unabhängig von deren Erfahrung.
Der Sportdirektor des VfB Stuttgart, Sven Mislintat (49), setzt auf seine guten Spieler - unabhängig von deren Erfahrung.  © Tom Weller/dpa

"Die Gründe für den Tabellenstand liegen in erster Linie - unabhängig vom Alter - in den Leistungen, die wir aktuell zeigen", sagte der 49-Jährige am Sonntag in der Sport1-Sendung "Doppelpass".

"Ich glaube, gerade wir haben beim letzten Abstieg kennengelernt, dass man mit acht ehemaligen Nationalspielern - also einem fast konträren Weg - in die Relegation gegangen ist und diese dann gegen Union Berlin verloren hat", erklärte Mislintat.

"Es gibt meines Erachtens kein Allheilmittel und keine klare Aussage dazu, ob Jugend oder Erfahrung dazu führt. Das Entscheidende ist, dass die Jungs die Persönlichkeit und Qualität auf den Platz bringen können, die in ihnen steckt."

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Die seit fünf Spielen sieg- und torlosen Stuttgarter sind aktuell Tabellenvorletzter. Im Laufe der Saison hatten sie mit etlichen verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen.

Grundsätzlich sei die Führung des VfB seit zweieinhalb Jahren dabei, "den Verein wirtschaftlich zu konsolidieren", ergänzte Mislintat. Es werde immer eine "Diskrepanz geben zwischen der emotionalen, historisch bedingten Wahrnehmung dieses Clubs, und dem, was wir aktuell zu leisten in der Lage sind", sagte er. Spieler für 20 Millionen Euro zu holen, sei nicht drin.

"Die Jungs, die wir haben, sind gut. Die haben gerade eine Krise zu bewältigen, die ist nicht einfach. Es ist eine Aufgabe, die Klasse zu halten", sagte Mislintat. "Aber wenn wir das schaffen, und selbst wenn wir scheitern, werden wir uns in vielen Themen weiterentwickeln - auch im Thema Führung. Nur in Krisen kommen die Jungs nach vorne, die automatisch führen können. Die kaufst du nicht ein."

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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