Trotz teils schwachem VfB: Mislintat sieht Saisonziel mit oder ohne Transfer nicht gefährdet

Stuttgart - Das war einfach zu wenig vom VfB Stuttgart! Die verletzungsgeplagten Schwaben verloren gegen den SC Freiburg mit 2:3 (2:3).

Zaubert Sportdirektor Sven Mislintat (48) noch einen Neuzugang aus dem Hut?
Zaubert Sportdirektor Sven Mislintat (48) noch einen Neuzugang aus dem Hut?  © Tom Weller/dpa

Die Spannung war groß vor dem Duell mit dem SC Freiburg. Immerhin wussten die Schwaben nach dem klaren 5:1-Sieg zum Auftakt gegen die SpVgg Greuther Fürth und der 0:4-Klatsche bei RB Leipzig nicht so recht, wo sie stehen.

Nachdem nun die Standortbestimmung gegen den badischen Rivalen am Samstag mit 2:3 völlig in die Hose ging, muss man konstatieren: Mit den aktuell zur Verfügung stehenden Profis ist der VfB weit weg davon, mit dem SC Freiburg auf Augenhöhe zu sein.

So wirkten die Stuttgarter in der ersten halben Stunde komplett überfordert und verteidigten so naiv, dass sie gegen kluge Freiburger nach 28 Minuten mit 0:3 hinten lagen.

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Das ärgerte auch Coach Pellegrino Matarazzo (43), der sich die Gegentore mit der "ein oder anderen Unaufmerksamkeit" und mit nicht ausreichendem Zweikampfverhalten erklärte.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: "Wir hatten unsere Momente"

Die VfB-Kicker Florian Müller (23, v.l.), Hiroki Ito (22) und Mateo Klimowicz (21) sind nach der Pleite gegen den SC Freiburg enttäuscht.
Die VfB-Kicker Florian Müller (23, v.l.), Hiroki Ito (22) und Mateo Klimowicz (21) sind nach der Pleite gegen den SC Freiburg enttäuscht.  © Tom Weller/dpa

Besser gefiel dem VfB-Trainer natürlich die Phase kurz vor der Halbzeit, als seine Schützlinge durch Konstantinos Mavropanos (45. Minute) und Hamadi Al Ghaddioui (45.+2) den 2:3-Anschluss herstellten.

Matarazzo: Da haben "wir eine gute Energie" und eine "Kämpfermentalität" gezeigt. Und danach? Viel Dominanz, aber "zu wenig Wucht", resümierte der Stuttgarter Übungsleiter.

Sportdirektor Sven Mislintat (48) sagte nach der Partie: "Wir hatten unsere Momente, bei denen der letzte Pass ins Zentrum nicht stramm oder nicht gut genug adressiert war."

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Das könne laut ihm das sein, "was Mannschaften unterscheidet, die Spiele dann noch drehen". Dafür brauche man Unterschiedsspieler, "die in der Regel nicht beim VfB spielen". Als Beispiel nannte Mislintat Borussia Dortmunds Erling Haaland (21) und Robert Lewandowski (33) vom FC Bayern München.

Nicht das Regal, an dem sich der Stuttgarter Kaderplaner bedienen kann. Einen weiteren Neuzugang würde er in dieser Transferperiode dennoch gerne begrüßen.

Jedoch nicht um jeden Preis: "Wir glauben nicht, dass das Saisonziel durch einen Transfer oder einen Nicht-Transfer gefährdet ist. Das heißt, man kann das sehr sauber entscheiden, vor dem Hintergrund, dass wir immer noch eine sehr gute Mannschaft auf dem Platz haben."

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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