VAR-Wahnsinn! VfB wird Elfmeter geklaut, Pleite beim SC Freiburg

Freiburg/Stuttgart - Eiskalte Dusche für die Schwaben! Der VfB Stuttgart hat am 20. Spieltag der 1. Bundesliga mit 0:2 (0:1) beim SC Freiburg verloren. Die seit fünf Partien sieglosen Dunkelroten verharren somit auf einem direkten Abstiegsplatz.

Mitten ins VfB-Herz: Die Freiburger Nico Schlotterbeck (l.) und Nicolas Höfler feiern das 1:0-Führungstor, das schlussendlich als Eigentor von Hiroki Ito gewertet wurde.
Mitten ins VfB-Herz: Die Freiburger Nico Schlotterbeck (l.) und Nicolas Höfler feiern das 1:0-Führungstor, das schlussendlich als Eigentor von Hiroki Ito gewertet wurde.  © Tom Weller/dpa

Stuttgarts Hiroki Ito brachte die Hausherren per Eigentor mit 1:0 in Führung (37. Minute), bevor Kevin Schade mit dem 2:0 den Deckel draufmachte (71.).

Freiburgs Trainer Christian Streich ließ die gleiche Elf von der Leine wie zuletzt beim 4:1-Kantersieg im DFB-Pokal gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Stuttgarts Coach Pellegrino Matarazzo tauschte nach der 0:2-Pleite gegen RB Leipzig immerhin einmal. Nach überstandenen muskulären Problemen rückte Borna Sosa für Nikolas Nartey zurück ins Team.

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Es war ein konzentrierter Beginn des VfB. Dabei bemühten sich die Schwaben, kontrolliert nach vorne zu spielen, was bis ins letzte Drittel auch gut gelang. Doch dann wurde es mager, weil die Gäste ihre Abwehrreihe dichthielten.

So zwang die Streich-Truppe Stuttgart zu Versuchen aus der Distanz. Erst schoss Chris Führich die Kugel weit übers Tor (9.), dann Sasa Kalajdzic (11.).

Die Aufstellung des SC Freiburg gegen den VfB Stuttgart

So begann der VfB Stuttgart beim SC Freiburg

VfB Stuttgarts Hiroki Ito bringt den SC Freiburg per Eigentor in Führung

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Freiburg feiert die 1:0-Führung.
Jubel, Trubel, Heiterkeit: Freiburg feiert die 1:0-Führung.  © Tom Weller/dpa

Es folgte viel Leerlauf, bis die Freiburger nach einer halben Stunde besser ins Spiel kamen. Ermedin Demirovic schoss von der Strafraumgrenze nur knapp links am Tor vorbei (32.).

Dann der Schockmoment für die Breisgauer! Stuttgarts Alexis Tibidi dribbelte in den Strafraum und ging im Zweikampf mit Lukas Kübler zu Boden (34.). Schiedsrichter Tobias Stieler entschied zunächst auf Strafstoß. Allerdings meldete sich der VAR, weshalb sich der Referee die Szene nochmal selbst anschaute und seinen Entschluss revidierte (36.).

Eine diskutable Entscheidung, doch für den VfB kam es jetzt noch schlimmer. Beim nächsten Angriff der Hausherren legte Lucas Höler für Nicolas Höfler auf, der das Leder aus 25 Metern Richtung Tor schoss.

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Stuttgarts Ito fälschte die Kugel dabei unglücklich ins eigene Gehäuse zum 1:0 für die Freiburger ab (37.).

Schiedsrichter Tobias Stieler (3.v.r.) nimmt nach Ansicht der Bilder den gepfiffenen Elfmeter zurück.
Schiedsrichter Tobias Stieler (3.v.r.) nimmt nach Ansicht der Bilder den gepfiffenen Elfmeter zurück.  © Tom Weller/dpa

Kevin Schade macht den Sieg des SC Freiburg gegen den VfB Stuttgart perfekt

VfB-Youngster Alexis Tibidi (r.) fiel im Zweikampf mit Lukas Kübler (l.) im Strafraum, doch Referee Tobias Stieler gab nach Ansicht der VAR-Bilder keinen Elfmeter.
VfB-Youngster Alexis Tibidi (r.) fiel im Zweikampf mit Lukas Kübler (l.) im Strafraum, doch Referee Tobias Stieler gab nach Ansicht der VAR-Bilder keinen Elfmeter.  © IMAGO / Sportfoto Rudel

Insgesamt machte der VfB einfach zu wenig, um den SC in Bedrängnis zu bringen. Dies änderte sich auch in Hälfte zwei zunächst nicht, in der die Heimmannschaft das Heft des Handelns in die Hand nahm. Allerdings waren klare Gelegenheiten bei den Badenern ebenfalls Mangelware.

Dann wurde der VfB mal gefährlich: Borna Sosa flankte von links auf den Kopf seines kongenialen Partners Kalajdzic, doch SCF-Keeper Mark Flekken lenkte das Leder übers Tor (58.).

Die Freiburger blieben etwas stärker, unter anderem, weil ihnen die Strafraumbesetzung besser gelang. Wie in der 63. Minute, als Kübler in der gefährlichen Zone aus halbrechter Position zum Abschluss kam. Erst parierte Stuttgarts Schlussmann Florian Müller, dann lenkte Ito den Nachschuss von Vincenzo Grifo per Kopf übers Tor.

Die Breisgauer drängten jetzt auf den zweiten Treffer, der ihnen kurze Zeit später auch gelang. Demirovic hebelte die gesamte Schwaben-Abwehr mit einem Kopfball aus, wodurch Schade mutterseelenallein vor dem VfB-Tor auftauchte und unten links zum 2:0 einschoss (71.).

Damit war die Messe gelesen und dem SC gelang nach zwei sieglosen Partien wieder ein Dreier. Die Schwaben warten dagegen jetzt seit fünf Partien auf einen Sieg und versinken immer tiefer im Abstiegskampf.

Freiburgs Kevin Schade (2.v.r.) macht mit dem Treffer zum 2:0 den Deckel drauf.
Freiburgs Kevin Schade (2.v.r.) macht mit dem Treffer zum 2:0 den Deckel drauf.  © Tom Weller/dpa

Am kommenden Spieltag empfängt der VfB am Samstag (15.30 Uhr/Sky) Eintracht Frankfurt. Zeitgleich gastiert der SC beim 1. FC Köln.

Titelfoto: IMAGO / Sportfoto Rudel

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