Vertuschungs-Verdacht beim VfB Stuttgart: Hitzlsperger wehrt sich!

Stuttgart - Wurde beim VfB Stuttgart die Aufklärung der Datenaffäre blockiert? Diesen Vorwurf konnte man zuletzt einem Bericht der Stuttgarter Zeitung entnehmen.

Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38) hat sich gegen Vorwürfe bezüglich der Datenaffäre gewehrt.
Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38) hat sich gegen Vorwürfe bezüglich der Datenaffäre gewehrt.  © Tom Weller/dpa

Diese veröffentlichte Zitate aus einem Zwischenbericht der Kanzlei Esecon, die sich mit dem Fall der mutmaßlich illegal weitergegebenen VfB-Mitgliederdaten beschäftigt.

Dazu äußerte sich nun Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38) im Rahmen einer Presserunde am Sonntag, wobei er sich durchaus emotional zeigte: "Mich bewegt es wirklich. Viele Leute fordern Werte ein, aber kaum einer scheint damit ein Problem zu haben, unsere Mitarbeiter aufgrund weniger Zitate aus einem Zwischenbericht öffentlich an den Pranger zu stellen."

Auch dem 38-Jährigen selbst wird vorgeworfen, dass er die Aufklärung durch Esecon blockiert hat. Demnach soll er es abgelehnt haben, die IT-Zugänge von in der Datenaffäre verstrickten Personen zu sperren. Unter anderem von Kommunikationschef Oliver Schraft (53).

Laut Hitzlsperger sei dieser Vorwurf falsch: "Fakt ist, dass ich mich in diesem Sachverhalt intern rückversichert habe, wie ich damit umgehen soll."

VfB-Boss Thomas Hitzlsperger sieht sich falsch dargestellt und klagt gegen Zeitung

Das Ergebnis: Aus "arbeitsrechtlichen" Gründen durften die Konten nicht gesperrt werden, weil gegen die betroffenen Mitarbeiter bis heute nichts vorlag.

Hatten sie also ausreichend Zeit, um wichtige Daten zu vernichten, um womöglich etwas zu vertuschen? Laut Hitzlsperger sei dies nicht möglich, da Änderungen nachverfolgt werden können.

Der Vorstandsvorsitzende gab außerdem bekannt, einen Medienanwalt engagiert zu haben. Dieser habe der Stuttgarter Zeitung eine Klage auf Unterlassung und Gegendarstellung zugestellt. Hitzlsperger: "Weil ich mich dort mit der Aussage etwas abgelehnt zu haben, falsch dargestellt sehe."

Titelfoto: Tom Weller/dpa

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0