VfB am Scheideweg: Wie steht es um die Zukunft von Mislintat und Matarazzo?

Stuttgart - Es wird in den kommenden Tagen ernst für den VfB Stuttgart! Müssen die Schwaben zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren den bitteren Gang ins Bundesligaunterhaus antreten?

Der VfB-Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle (47) will Matarazzo und Mislintat keine Jobgarantie aussprechen.
Der VfB-Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle (47) will Matarazzo und Mislintat keine Jobgarantie aussprechen.  © Tom Weller/dpa

Davon hängt ziemlich viel ab. Denn die finanzielle Situation des Klubs ist durch die Corona-Pandemie angespannt.

Im Falle eines erneuten Abstiegs, müsste man zudem mit weniger TV-Geldern rechnen und vermutlich würde der ein oder andere Star mehr den Traditionsverein verlassen, sodass der VfB gezwungen wäre, einen größeren Umbruch im Kader zu vollziehen.

Ein Abstieg bedeutet eben immer auch einen Neuanfang. Und sollte es zu diesem Worstcase-Szenario kommen, stellt sich die Frage, ob die Schwaben an Coach Pellegrino Matarazzo (44) und Sportdirektor Sven Mislintat (49) festhalten werden.

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Antworten möchte VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle (47), der erst vor Kurzem die Nachfolge von Thomas Hitzlsperger (40) antrat, darauf nicht. Noch nicht, wie er bei einer Medienrunde am Donnerstag deutlich machte.

Vielmehr will er den Fokus zunächst auf den letzten Spieltag gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) legen und anschließend, sollte den Schwaben die direkte Rettung nicht gelingen, auf die Relegation.

VfB-Boss Alexander Wehrle will die Saisonanalyse abwarten

Sportdirektor Sven Mislintat (47) will beim VfB Stuttgart bleiben.
Sportdirektor Sven Mislintat (47) will beim VfB Stuttgart bleiben.  © Tom Weller/dpa

Erst danach wird er sich, unabhängig vom Ausgang, mit Mislintat und Matarazzo zusammensetzen und die Saison analysieren. Aus diesen Gesprächen erhofft sich Wehrle dann für "alle drei" Parteien "Erkenntnisse".

Doch was bedeuten diese Aussagen?

Klar ist, dass der Vorstandsboss die Arbeit des Duos durchaus zu schätzen weiß, wie er auf TAG24-Nachfrage ausführte: "Es ist unbestritten, dass beide in der letzten Saison gezeigt haben, dass sie in der Lage sind, ein wettbewerbsfähiges Team zu managen und zu sportlichem Erfolg zu führen."

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Außerdem lobte er Mislintat für seine zukunftsträchtigen Transfers sowie Matarazzo für dessen Ruhe und Detailversessenheit. Aber Wehrle plauderte ebenfalls, übrigens ohne danach gefragt worden zu sein, von "negativen Eigenschaften der beiden Herren", über die man sich allerdings nur intern unterhalten werde.

So scheint es beim VfB zumindest Gesprächsbedarf zu geben. Auch, weil Mislintat selbst die Saisonanalyse nicht abwartete, um sich zum Verein zu bekennen.

Vor knapp zwei Wochen sagte der Sportdirektor gegenüber der Stuttgarter Zeitung: "Ich stehe immer zu meinem Wort und identifiziere mich zu 100 Prozent mit dem VfB und meinen Aufgaben. Mein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2023, und das respektiere ich."

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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