VfB-Comeback-König Sasa Kalajdzic sichert Stuttgart fleißig Punkte

Stuttgart - Es sind Spiele, die man als Fußball-Fan liebt. Partien auf Messers Schneide.

Silas Wamangituka (21) erzielte gegen Gladbach per Elfmeter in aller letztem Moment den Ausgleich für den VfB Stuttgart.
Silas Wamangituka (21) erzielte gegen Gladbach per Elfmeter in aller letztem Moment den Ausgleich für den VfB Stuttgart.  © dpa/Marijan Murat

Kaum auszudenken, wie eine volle Mercedes-Benz Arena am Samstagabend ausgeflippt wäre, als Silas Wamangituka (21) in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich für den VfB Stuttgart erzielte.

Das Murren der Borussia aus Mönchengladbach, bezüglich der umstrittenen VAR-Entscheidung, wäre womöglich im Jubel der Cannstatter Kurve untergegangen.

Ein Wermutstropfen für die VfB-Anhänger, die in dieser Saison aber zumindest am Fernseher schon des Öfteren die "Comeback-Qualitäten" ihrer Mannschaft bestaunen durften, die Sportdirektor Sven Mislintat (48) nach der Partie gegen Gladbach lobte.

Satte acht Punkte holten die Schwaben bisher nach Rückstand, womit sie im Ligavergleich auf dem sechsten Platz stehen. Doch nicht nur das. Zwar sagte Sasa Kalajdzic (23) nach dem Last-Minute-Remis am Samstag, der "Wille und die Moral" sei beim VfB "in jeder Spielphase vorhanden".

Doch Fakt ist: Die Schwaben erzielten bisher in der Schlussphase der Partien die meisten Tore der gesamten Liga. Ab der 75. Minute traf Stuttgart noch elfmal!

Sasa Kalajdzic trifft besonders gerne in der Schlussphase für den VfB Stuttgart

Ein gewohntes Bild: VfB-Kicker gratulieren Sasa Kalajdzic (23, Mitte) zu einem Treffer.
Ein gewohntes Bild: VfB-Kicker gratulieren Sasa Kalajdzic (23, Mitte) zu einem Treffer.  © Marijan Murat/dpa

Und mit einem Blick auf die Partien, in denen der VfB auf dem letzten Drücker zurückkam, fällt auf, dass die Aufholjagden eng mit einem Stürmer zusammenhängen - Sasa Kalajdzic!

An allen vier Treffern war der Österreicher mindestens beteiligt oder erzielte sie sogar selbst. So besorgte er gegen Bayer 04 Leverkusen den 1:1-Ausgleich (76.) und legte beim Last-Minute-Unentschieden bei der TSG 1899 Hoffenheim (3:3) für den Torschützen Marc Oliver Kempf (25) auf.

Spätestens aber im Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin setzte sich Kalajdzic mit den Treffern zum 2:1 (85.) und 2:2 (90.) die Krone zum Comeback-König auf. Eine kleine Zugabe gab es, als es ebenfalls der Österreicher war, der bei der Punkteteilung mit Gladbach den Elfmeter herausholte.

Bis auf die Partie gegen Leverkusen kam Kalajdzic übrigens immer von der Bank. Ein gefährlicher Joker also. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Fans ihrem König Sasa auch bald im Stadion wieder zujubeln können.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0