VFB kann gegen den Sportclub nicht gewinnen: Grifo macht Freiburg zum Derbysieger

Stuttgart - Der SC Freiburg hat seinem Trainer Christian Streich in dessen Jubiläumsspiel das passende Geschenk gemacht. Die Breisgauer gewannen das umkämpfte Baden-Württemberg-Derby beim weiter sieglosen VfB Stuttgart mit 1:0 (1:0) und setzten ihre Erfolgsserie gegen die Schwaben fort.

Vincenzo Grifo (links) bejubelt mit Christian Günter (Mitte) und Michael Gregoritsch den goldenen Treffer.
Vincenzo Grifo (links) bejubelt mit Christian Günter (Mitte) und Michael Gregoritsch den goldenen Treffer.  © Uli Deck/dpa

Vincenzo Grifo brachte den SC vor 47.500 Zuschauern früh in Führung (11.) und sicherte den zweiten Saisonsieg. Es war das siebte Freiburger Ligaspiel in Folge ohne Niederlage gegen den VfB (fünf Siege).

Für Streich war es das 400. Spiel als Trainer des SC. "Es ist schön, es hat auch seinen Preis gekostet. Ich habe viel Schönes erlebt, das kostet auch Kraft über die Jahre", hatte der 47-Jährige vor dem Spiel bei Sky gesagt.

Beim VfB stand Borna Sosa erstmals nach längerer Verletzungspause in der Startelf. Er ersetzte den erkälteten Tiago Tomas.

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Die angeschlagenen Konstantinos Mavropanos und Josha Vagnoman konnten dagegen spielen. Streich nahm nach dem 1:3 gegen Dortmund keine Änderungen vor.

Gemeinschaftlicher Freiburger Jubel nach dem Führungstreffer.
Gemeinschaftlicher Freiburger Jubel nach dem Führungstreffer.  © Uli Deck/dpa
Der VfB machte viel Dampf nach vorn. Doch vor dem Tor fehlte den Stuttgartern wie Silas Katompa Mvumpa (2.v.l.) die Durchschlagskraft.
Der VfB machte viel Dampf nach vorn. Doch vor dem Tor fehlte den Stuttgartern wie Silas Katompa Mvumpa (2.v.l.) die Durchschlagskraft.  © Uli Deck/dpa

Beide Trainer hatten vor der Partie großen Respekt vor dem Gegner geäußert. Streich erwartete ein Spiel auf Augenhöhe. Doch zunächst hatte der VfB mehr vom Spiel, die Schwaben waren aktiver als der SC.

Umso überraschender fiel die Führung, als die Gäste den ersten Angriff gleich eiskalt ausnutzten. Nach Flanke von Kiliann Sildillia staubte Grifo am langen Pfosten ab. Die VfB-Defensive sah nicht gut aus.

Der anfängliche Schwung des VfB war erst einmal dahin. Freiburg agierte nun überlegen und hätte durch Michael Gregoritsch (30.) nachlegen können. Erst danach kam der VfB wieder etwas auf. Die beste Gelegenheit vor der Pause zum Ausgleich vereitelte SC-Keeper Mark Flekken, der einen Kopfball von Mavropanos klasse parierte (35.).

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Flekken, der zuletzt gegen Dortmund schwer gepatzt hatte, stand auch nach dem Wechsel sofort im Blickpunkt, als er stark gegen Sosa rettete (48.). In der Folge war Stuttgart bemüht, fand aber kaum Lücken.

Freiburg stand weitestgehend stabil und lauerte meist auf Konter.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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