VfB-Krise verschärft sich! Blamables Stuttgart lässt Bielefeld leben, Pfiffe von den Rängen

Stuttgart - Die Schwaben kriseln weiter! Der VfB Stuttgart hat nach einer schwachen Leistung gegen Arminia Bielefeld mit 0:1 (0:1) verloren. Für die Ostwestfalen war es dagegen der erste Bundesligasieg in dieser Saison.

Der VfB ließ Masaya Okugawa (2.v.r.) völlig aus den Augen, der das 1:0 machte.
Der VfB ließ Masaya Okugawa (2.v.r.) völlig aus den Augen, der das 1:0 machte.  © Tom Weller/dpa

Vor 33.550 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena erzielte Masaya Okugawa das goldene 1:0 für die Gäste (19. Minute).

Nach der 1:4-Klatsche beim FC Augsburg hat VfB-Coach Pellegrino Matarazzo die Rotationsmaschine angeschmissen und vier Änderungen vorgenommen. Für Marc Oliver Kempf (Oberschenkelverhärtung), Mateo Klimowicz, Chris Führich (Innenbandanriss) und Hamadi Al Ghaddioui (Erkältung) begannen Atakan Karazor, Clinton Mola, Nikolas Nartey und Roberto Massimo.

Arminen-Trainer Frank Kramer tauschte im Vergleich zur 1:2-Pleite gegen den 1. FSV Mainz 05 sogar sechsmal.

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Cedric Brunner, Joakim Nilsson, Okugawa, Sebastian Vasiliadis, Patrick Wimmer und Florian Krüger starteten anstelle von Nathan de Medina, Andres Andrade, Edimilson Fernandes, Alessandro Schöpf, Bryan Lasme sowie Robin Hack.

Die Aufstellung des VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld

So ging Arminia Bielefeld beim VfB Stuttgart ins Spiel

Masaya Okugawa bringt Arminia Bielefeld beim VfB in Führung

Großer Arminen-Jubel nach dem 1:0 durch Masaya Okugawa.
Großer Arminen-Jubel nach dem 1:0 durch Masaya Okugawa.  © Tom Weller/dpa

Wenig überraschend waren beide Teams zu Beginn darauf bedacht, kompakt zu stehen und nichts zuzulassen. Dies gelang ihnen auch zunächst. So dauerte es satte 13 Minuten bis zur ersten Chance: Borna Sosa schoss die Kugel aus 20 Metern übers Tor.

Dann wurde der VfB lebendiger, was nicht zuletzt am Kroaten lag. So war es Sosa, der seinen Motor anschmiss und sich unnachahmlich durchs gesamte Mittelfeld tankte, bevor er per Steckpass Daniel Didavi bediente. Der legte die Kugel im Strafraum geschickt auf Roberto Massimo zurück, doch dessen Abschluss landete auf dem Tor (15.).

Mitten in dieser schwäbischen Drangphase schlugen die Ostwestfalen eiskalt zu. Wimmer schickte Okugawa auf die Reise, der mutterseelenallein aufs Tor zu marschierte und die Pille links an VfB-Keeper Fabian Bredlow zur 1:0-Führung einnetzte (19.). In dieser Situation wurde die Stuttgarter Abwehrkette völlig auf dem falschen Fuß erwischt.

Beim VfB Stuttgart herrscht Ratlosigkeit, erste Pfiffe aus dem Publikum

Großer Frust herrscht beim VfB Stuttgart vor.
Großer Frust herrscht beim VfB Stuttgart vor.  © Tom Weller/dpa

Trotz des Rückschlags steckte Stuttgart nicht auf und spielte weiter nach vorne. Dabei wirkten die Matarazzo-Mannen allerdings im letzten Drittel oft limitiert.

Den Schwaben fehlte es einfach an Abschlussstärke, was Didavi einmal mehr bewies: In der 38. Minute kam der Mittelfeldmann aus kurzer Distanz zum Schuss, doch ein Bielefelder Bein war noch dazwischen und verhinderte den sicher geglaubten Ausgleich (38.).

Auch in der zweiten Hälfte wurde das Spiel nicht besser. Beide Teams geizten mit Offensivaktionen, wobei die Arminia noch griffiger wirkte.

Vor allem bei den Schwaben herrschte Ratlosigkeit. In der 65. Minute kam Massimo mal links im Strafraum in Schussposition, doch DSC-Schlussmann Stefan Ortega nahm die Kugel problemlos auf. Inzwischen pfiffen die ersten VfB-Fans und statt den Stuttgartern drängten die Gäste aufs 2:0. Erst zimmerte der aufgerückte Amos Pieper die Kugel an die Unterlatte (83.), dann Janni Serra (87.).

Doch es blieb beim 1:0. Die Stuttgarter fanden an diesem Samstagnachmittag einfach keine Lösungen gegen unangenehme Bielefelder, sodass sie schlussendlich zum vierten Mal infolge sieglos blieben und den Abstiegsplätzen immer näher kommen. Die Arminia feierte dagegen den ersten Sieg am elften Spieltag und sendete ein Lebenszeichen im Existenzkampf.

Nach der Länderspielpause geht es für beide samstags (15.30 Uhr/Sky) am 20. November weiter. Die Arminia empfängt den VfL Wolfsburg, der VfB ist zu Gast bei Borussia Dortmund.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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