VfB-Mutmacher Mangala: Sechser soll schwankende Stuttgarter stabilisieren

Stuttgart - Bringt er die Balance zurück ins Spiel des VfB Stuttgart? Orel Mangala (23) ist einer der Profis, der den Schwaben nach ihrem missglückten Saisonstart in der Bundesliga mit vier Punkten und zwölf Gegentoren in fünf Partien Hoffnung auf Besserung macht.

Orel Mangala (23) übernimmt nach seinen Verletzungen beim VfB Stuttgart zunehmend wieder mehr Verantwortung auf dem Platz.
Orel Mangala (23) übernimmt nach seinen Verletzungen beim VfB Stuttgart zunehmend wieder mehr Verantwortung auf dem Platz.  © Tom Weller/dpa

Nach 20 Minuten im Spiel bei Eintracht Frankfurt (1:1) und 60 gegen Bayer Leverkusen (1:3) will sich der Belgier in der Partie beim VfL Bochum am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) in puncto Einsatzzeit und Leistung weiter steigern.

Auch Trainer Pellegrino Matarazzo (43) erhofft sich nach einer "guten Leistung" gegen Bayer in Bochum die nächsten "paar Prozente mehr".

Seine lange Pause wegen einer erneuten Oberschenkelverletzung war Mangala gegen Leverkusen zwar noch anzumerken. Nach einer Stunde musste er bei seinem ersten Startelf-Einsatz seit mehr als einem halben Jahr entkräftet ausgewechselt werden.

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Bis dahin hatte man laut VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48) aber auch "gesehen, wie wichtig der Junge für uns sein kann". Die Präsenz und die Ballsicherheit des bulligen Mittelfeldspielers tun den Schwaben gut. Er habe "Verantwortung übernommen", lobte Mislintat.

Und das ist in der aktuellen Phase, in der die junge Stuttgarter Mannschaft dagegen ankämpft, in der Tabelle schon früh richtig unten reinzurutschen, von enormer Bedeutung.

Orel Mangala führt die jungen Franzosen beim VfB Stuttgart an

Tanguy Coulibaly (20, Foto) ist einer der jungen Franzosen im Team, die sich an Mangala orientieren.
Tanguy Coulibaly (20, Foto) ist einer der jungen Franzosen im Team, die sich an Mangala orientieren.  © Tom Weller/dpa

Von den Leistungsschwankungen, mit denen der 2017 verpflichtete Mangala in seiner Anfangszeit beim VfB zu kämpfen hatte, hat er sich in den vergangenen Jahren immer weiter entfernt.

Nach seiner Rückkehr vom Hamburger SV, bei dem er in der Saison 2018/2019 auf Leihbasis spielte, mauserte sich der Ex-Dortmunder in Stuttgart zur unverzichtbaren Stammkraft – erst in der zweiten, dann auch in der ersten Liga.

In der vergangenen Saison harmonierte er auf der Doppelsechs prima mit dem Japaner Wataru Endō (28) – bis er im März einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitt. Und kaum war Mangala wieder fit, folgte im Juli schon die nächste schwere Muskelverletzung.

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Jetzt, wo er zurück ist, will der sehr gereifte 23-Jährige beim VfB wieder vorangehen. Anführer der Französisch sprechenden Gruppe im Team um Flügelflitzer Tanguy Coulibaly (20) ist er ohnehin längst.

Aber auch von den übrigen Stammspielern haben nur die Verteidiger Waldemar Anton (25) und Marc Oliver Kempf (26) sowie Torhüter Florian Müller (23) mehr Bundesliga-Erfahrung als Mangala. Klingt kurios, aber die Rückkehr des 14-maligen belgischen U21-Nationalspielers ist auch die eines Routiniers.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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