Miese Laune beim VfB Stuttgart: "Wir sind verdammt..." 

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat die Chance verpasst. Gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld hätten die Schwaben einen großen Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr machen können. Stattdessen tritt man nach dem 1:1 (0:0) auf der Stelle

VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez zieht sich enttäuscht das Trikot über den Kopf (l.), Torwart Gregor Kobel und Atakan Karazor stehen daneben. 
VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez zieht sich enttäuscht das Trikot über den Kopf (l.), Torwart Gregor Kobel und Atakan Karazor stehen daneben.  © DPA / Sebastian Gollnow

Kein Wunder also, dass bei vielen Beteiligten die Laune im Keller war. Besonders Sven Mislintat hatte Wut im Bauch, als er sich nach der Partie den Fragen der Journalisten stellte: "Es ist bereits mehrfach in dieser Saison so gewesen, dass wir benachteiligt wurden", schimpfte der Sportdirektor unmittelbar los. 

Er hatte vor dem Bielefelder Ausgleichstreffer ein Foul an Pascal Stenzel gesehen, doch Schiedsrichter Bastian Dankert entschied anders. Durchaus gerechtfertigt, was Mislintat inzwischen wahrscheinlich selbst zugeben würde. Doch der Sportchef war angefressen und seine erste Reaktion legte offen: Er steht mit dem VfB Stuttgart gewaltig unter Erfolgsdruck.

Schließlich war das Spitzenspiel gegen Bielefeld der Auftakt in die entscheidende Saisonphase, den die Schwaben verpatzten. Mit einem Sieg wären sie bis auf drei Punkte an den Tabellenführer aus Ostwestfalen herangerückt.

Stattdessen brauchen die Schwaben nun ein Fernglas, um die Spitze im Blick zu behalten. 

Doch dann konnte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat doch wieder lachen

Die Laune war schon besser bei Stuttgarts Wataru Endo (l-r), Daniel Didavi, Mario Gomez und Torwart Gregor Kobel.
Die Laune war schon besser bei Stuttgarts Wataru Endo (l-r), Daniel Didavi, Mario Gomez und Torwart Gregor Kobel.  © DPA / Sebastian Gollnow

Zudem ist der Vorsprung auf den Hamburger SV geschmolzen. Nur noch einen mageren Zähler trennen die Schwaben vom Tabellendritten. 

Aber kein Grund zur Besorgnis beim Tabellenzweiten, wenn es nach Mislintat geht: "Wir sind weiterhin in der Position, dass wir aus eigener Kraft zweiter werden können", so der Sportdirektor. 

Und Gonazalo Castro (32) wusste wie: "Wir sind verdammt eine Serie zu starten, um Hamburg hinter uns zu lassen", erklärte der erfahrene Mittelfeldmann. 

Doch ausgerechnet jetzt stehen für den VfB zwei Auswärtsspiele an. 

Kein gutes Omen: In den letzten acht Partien gelang den Schwaben mit dem 1:0 beim VfL Bochum nur ein einziger Sieg auf fremden Platz. Ausgerechnet jetzt ist der VfB beim SV Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel zu Gast, gegen die man in der Hinrunde die bisher einzigen Heimpleiten hinnehmen musste. 

Darauf angesprochen lachte sogar Sven Mislintat wieder: "Kann nur einfacher werden", witzelte der Sportdirektor.

Sven Mislintat, Sportdirektor des VfB. 
Sven Mislintat, Sportdirektor des VfB.  © Tom Weller/dpa
Stuttgarts Gonzalo Castro (rechts im Bild) und Philipp Klement stehen auf dem Platz. 
Stuttgarts Gonzalo Castro (rechts im Bild) und Philipp Klement stehen auf dem Platz.  © Guido Kirchner/dpa

Titelfoto: DPA / Sebastian Gollnow

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