VfB-Kicker Karazor hat mit Corona-Krise zu kämpfen: "Würde am liebsten alle umarmen!"

Stuttgart - Atakan Karazor (23) ist ein lockerer Typ, hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und ist beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart einer derjenigen, die immer für gute Laune sorgen. 

Haben Spaß: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo und sein Sportdirektor Sven Mislintat.
Haben Spaß: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo und sein Sportdirektor Sven Mislintat.  © Sebastian Gollnow/dpa

In Zeiten der Corona-Krise fällt dies allerdings gar nicht so leicht, schließlich müssen die Profis Distanz wahren. 

Auch für sie gilt das Kontaktverbot und der Mindestabstand von 1,5 Metern. Trainiert wird deshalb nur mit einer Ausnahmeregelung in Fünfergruppen. 

Aber immerhin, denn vor zwei Wochen mussten die VfB-Spieler noch über Videokonferenzen gemeinsam trainieren, was seine Folgen hatte. 

"Es ist nicht üblich, dass man mitten in der Saison so einen Bruch hat", erklärte nämlich Karazor und gab zu: "Es war schwer für uns damit umzugehen." 

Auch der Fitnesszustand habe nach Meinung des Stuttgarter Defensivmanns gelitten, den es nun  "wieder zu erarbeiten" gilt. 

Ebenso fehlt Karazor momentan das Menschliche: "Ich würde am liebsten alle umarmen!", so der 23-jährige gebürtige Essener. Stattdessen muss er sich mit kleineren Frotzeleien der Kollegen im Vorbeigehen zufriedengeben. 

Atakan Karazor muss sich unter anderem gegen Holger Badstuber durchsetzen

Er ist beim VfB für die lockeren Sprüche zuständig: Atakan Karazor.
Er ist beim VfB für die lockeren Sprüche zuständig: Atakan Karazor.  © DPA/Tom Weller

Es herrscht also weiterhin eine Ausnahmesituation, in der es gar nicht so leicht ist, Normalität an den Tag zu legen. 

Immerhin könnte bald der Ligabetrieb wieder losgehen und für Karazor somit der Konkurrenzkampf.  

Unter Ex-Coach Tim Walter verlor er als defensiver Mittelfeldspieler seinen Stammplatz, den er sich erst unter Trainer Pellegrino Matarazzo vorerst zurück ergattern konnte - allerdings in der Innenverteidigung. 

Dort sind die Positionen inzwischen hart umkämpft, nachdem Oldie Holger Badstuber (31) und Kapitän Marc Oliver Kempf (25) nach Verletzungen wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. 

Zudem ist Marcin Kaminski von seiner schweren Knieverletzung wieder genesen und könnte Karazor ebenfalls gefährlich werden. 

Bei der letzten Partie vor der Corona-Zwangspause, gegen Arminia Bielefeld, saß Karazor bereits auf der Bank. Neben Badstuber hatte Nathaniel Phillips den Vorzug bekommen. 

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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