Meine Meinung: Darum versagt der VfB Stuttgart im Aufstiegskampf!

Stuttgart - Es war ein Offenbarungseid: Nach der peinlichen Derby-Pleite gegen den Karlsruher SC muss man konstatieren, dass Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart nicht bereit ist für die Bundesliga-Rückkehr. 

Wirkt ratlos: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).
Wirkt ratlos: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

Die Schwaben wirkten streckenweise wie gelähmt und Trainer Pellegrino Matarazzo (42) sprach im Anschluss sogar von Angst. 

Alarmierende Worte des VfB-Coaches! 

Denn eine Mannschaft, die nach dem 31. Spieltag erst noch die Angst verlieren muss, ist im Aufstiegskampf definitiv fehl am Platz. 

Schließlich stecken die Stuttgarter gerade in der Phase der Saison, in der sich die Spreu vom Weizen trennt. In der sich zeigt, wer reif für höhere Aufgaben ist. 

Der VfB ist es offenbar nicht. Neun Niederlagen und sieben Unentschieden sprechen dabei für sich - die Bilanz eines Aufsteigers sieht anders aus. 

Doch wie kann das sein? 

Warum versagt die teuerste Mannschaft der Liga in der entscheidenden Saison-Phase? 

Von Team-Spirit fehlt beim VfB Stuttgart jede Spur

Stuttgarts Nicolas Gonzalez (2.v.r) erzielt per Elfmeter das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen den KSC.
Stuttgarts Nicolas Gonzalez (2.v.r) erzielt per Elfmeter das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen den KSC.  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

Gar keine Frage, die individuelle Klasse beim VfB ist hoch. 

Auch zu jung ist die Elf nicht, immerhin schmücken neben einigen Jungspunden auch gestandene Spieler wie Gonzalo Castro (33), Holger Badstuber (31) oder Mario Gomez (34) den Luxus-Kader.

Der Knackpunkt ist aber: Die Stars sind über die gesamte Saison nicht zu einem richtigen Team zusammengewachsen.  

Wären sie das, hätten sie keine Angst und würden sie keinen Druck spüren, den Sven Mislintat (47) in der SWR-Sendung "Sport in Baden-Württemberg" als einer der Gründe für den Misserfolg ausmachte. "Es muss ein Wir-Gefühl da sein", sagte der Sportdirektor außerdem. 

Doch davon war zuletzt einzig beim Last-Minute-Sieg gegen den Hamburger SV etwas zu spüren.

Dass dieser aber keine Euphorie in der Mannschaft auslöste, spricht Bände. Statt Aufstiegs-Euphorie macht sich bei den Schwaben eine Depression breit. Der Glaube an die Bundesliga-Rückkehr schwindet, zumindest bei den Fans. 

Dass es den Spielern anders geht, ist dabei schwer vorstellbar. 

Titelfoto: Uli Deck/dpa-pool/dpa

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