Darum ist Arminia Bielefeld reifer für den Bundesliga-Aufstieg als der VfB Stuttgart

Stuttgart -  Rund um den VfB Stuttgart herrscht derzeit Ungewissheit. 

Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat. 
Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat.  © David Inderlied/dpa

Viele Fans rätseln, ob die Zweitligasaison aufgrund des Coronavirus überhaupt zu Ende gespielt werden kann. Andere machen sich ums Sportliche Sorgen und fragen sich: Sind die Schwaben eigentlich reif für den Aufstieg?  

"Wenn wir alle Spiele gewinnen, steigen wir direkt auf", stellte VfB-Keeper Gregor diesbezüglich eine einfache Rechnung auf. Sven Mislintat sagte Ähnliches: "Wenn wir unsere Hausaufgaben machen" gelänge die Bundesliga-Rückkehr, so der Sportdirektor. 

Doch einfacher gesagt als getan. Denn nach zwei sieglosen Spielen zeigt der Ergebnistrend beim VfB nach unten. 

Der Rückschlag folgte ausgerechnet als man dachte, über den Berg zu sein. Die Schwaben konnten beim VfL Bochum nach viereinhalb Monaten wieder ein Auswärtsspiel für sich entscheiden und legten die Woche drauf im eigenen Stadion gegen Regensburg mit einem dritten Sieg in Folge sogar nach.

Das Spiel des VfB Stuttgart erinnerte zuletzt an Zeiten unter Ex-Coach Tim Walter

Die Stuttgarter Spieler gehen nach der 2:0 Niederlage bei Greuther Fürth enttäuscht vom Platz.
Die Stuttgarter Spieler gehen nach der 2:0 Niederlage bei Greuther Fürth enttäuscht vom Platz.  © Nicolas Armer/dpa

Statt einer Serie folgte dann bei Greuther Fürth der Absturz. 0:2 verloren die Schwaben im Sportpark Ronhof.

Eine Pleite, die an die Zeiten unter Ex-Coach Tim Walter erinnerte: Viel Spielkontrolle, aber es fehlte im Abwehrverhalten sowie im Offensivbereich die Konsequenz. 

Vor allem Letzteres ist ein Dauerthema bei den Schwaben. 

Seiner Mannschaft fehle im Vergleich zum Tabellenführer aus Ostwestfalen "die Effizienz", erklärte Mislintat den Punktverlust beim 1:1 (0:0) gegen Bielefeld. 

Außerdem fiel in den Partien gegen Fürth und Bielefeld auf: Der VfB tut sich schwer gegen eingespielte Zweitliga-Teams. Besonders gegen Bielefeld wurden den Schwaben zeitweise die Grenzen aufgezeigt. 

Die Stuttgarter Offensive rannte immer wieder an und biss sich über weite Strecken an der Ostwestfalen-Defensive die Zähne aus. Die Bielefelder machten dagegen offensiv weniger, trafen aber trotzdem. 

Das ist ihr Erfolgsrezept. Und darum sind die Arminen aktuell ein Stück weit reifer für den Bundesliga-Aufstieg als der VfB Stuttgart. 

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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