Der VfB Stuttgart beeindruckt mit seinen Defensiv-Monstern!

Stuttgart - Frischer Offensiv-Fußball! Damit begeisterte der VfB Stuttgart in dieser Saison schon häufiger ganz Fußball-Deutschland.

Eintracht Frankfurts Evan Ndicka (21, r.) holt VfB-Angreifer Silas Wamangituka (21) regelwidrig von den Beinen, ansonsten ließ sich der Kongolese aber selten aufhalten.
Eintracht Frankfurts Evan Ndicka (21, r.) holt VfB-Angreifer Silas Wamangituka (21) regelwidrig von den Beinen, ansonsten ließ sich der Kongolese aber selten aufhalten.  © Thomas Frey/dpa

Wie auch Eintracht Frankfurt, weshalb viele Experten am Samstag einen offenen Schlagabtausch erwartet hatten. Doch daraus wurde nichts.

Statt einem Offensiv-Feuerwerk wurde es eine Defensiv-Schlacht! Dabei trennten sich die Teams 1:1-Unentschieden.

"Es war ein sehr intensives Spiel zwischen den Strafräumen. Es wurden nicht viele Chancen herausgespielt, weil die Defensivabteilungen auf beiden Seiten gut gearbeitet haben", resümierte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48).

Ja, es war wahrlich ein Kräftemessen der Pressing-Maschinen!

Dass die Hessen in dieser Hinsicht nicht zu unterschätzen seien, davor mahnte Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo (43) schon vor der Partie.

Doch auch die Schwaben brauchen sich aufgrund ihrer Abwehrleistung nicht zu verstecken.

Der VfB Stuttgart arbeitet defensiv im Kollektiv

Ist dafür bekannt vor keinem Zweikampf zurückzustecken: Stuttgarts Innenverteidiger Marc Oliver Kempf (26, r.).
Ist dafür bekannt vor keinem Zweikampf zurückzustecken: Stuttgarts Innenverteidiger Marc Oliver Kempf (26, r.).  © Thomas Frey/dpa

Einer der ganz großen Zweikämpfer ist Marc Oliver Kempf (26), der sich auch in Frankfurt keine Blöße gab: "Ich glaube, es ist mittlerweile bekannt, dass ich die Zweikämpfe annehme und mich überall reinwerfe, wo ich kann", so der Stuttgarter Abwehrmann, der von seinen Kollegen gerne "Kempfer" genannt wird.

Mit 252 gewonnenen Zweikämpfen in der bisherigen Saison ist Kempf allerdings nur der viertbeste VfB-Profi.

Vor ihm ist ausgerechnet Angreifer Silas Wamangituka (272), Sechser Orel Mangala (289) sowie natürlich Wataru Endo (357).

Der 28-Jährige hat damit den Liga-Bestwert und überzeugte gegen die Eintracht erneut. Zu beobachten, was die japanische Maschine im defensiven Mittelfeld abräumte, war einmal mehr beeindruckend.

Doch dessen Leistung ist man längst gewohnt. Überraschender dürfte dagegen der Wert von Wamangituka sein. Aber gerade beim Auftritt gegen Frankfurt zelebrierte der 21-jährige Kongolese nicht nur sein Offensiv-Können, sondern rackerte sich auch im Rückwärtsgang ab.

Dies spiegelt das Erfolgsrezept der Schwaben in dieser Saison wider: Neben schnellem Konter-Fußball überzeugen die Matarazzo-Schützlinge mit einer kollektiven Abwehrleistung.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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