VfB-Boss Hitzlsperger vor Saisonstart: "Leichtigkeit ist verloren gegangen"

Stuttgart - "So dynamisch wie in den letzten 24 Stunden war es noch nie", beschreibt Thomas Hitzlsperger (38), Vorstandsboss des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart, die Situation rund um die Zuschauerrückkehr.

Bis wir solche Bilder aus der Cannstatter Kurve wieder sehen, dauert es noch.
Bis wir solche Bilder aus der Cannstatter Kurve wieder sehen, dauert es noch.  © Fabian Sommer/dpa

Zum Saisonauftakt gegen den SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr) dürften nach dem Entschluss der Bundesländer satte 12.000 Zuschauer in die Mercedes-Benz Arena. 

"Von 0 auf 12.000 ist ein großer Schritt", so  Hitzlsperger aber, der verkündet: "Wir haben uns auf 8000 geeinigt, weil die erste Prämisse bleibt die Gesundheit der Menschen." 

Dass dabei nichts schiefgeht, haben die Fans jetzt selbst in der Hand. Der VfB-Boss hofft: "Wir liefern den Rahmen mit dem Hygienekonzept und die Menschen, die am Samstag im Stadion sind, müssen zeigen, dass sie VfB-Fans sind und vernünftig genug, sich daran zu halten."

Kontrolliert werde das ganze von Ordnern, die die Fans an die Regeln erinnern werden, sollte es nötig sein, so Hitzlsperger. 

Dieser selbst blickt übrigens mit gemischten Gefühlen gen Saisonstart: "Eine gewisse Leichtigkeit ist verloren gegangen. Also die Leichtigkeit, sich auf ein Spiel zu freuen, es einfach zu genießen. Die ist nicht da", erklärt der Stuttgarter Meisterspieler von 2007. 

Durch die Corona-Pandemie bleibt die finanzielle Situation beim VfB Stuttgart angespannt

Beim VfB in der Verantwortung: Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38).
Beim VfB in der Verantwortung: Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38).  © Sebastian Gollnow/dpa

Ein Gefühl, das er allerdings nicht verbreiten möchte. 

Auch wegen der Mannschaft, die sich so sehr freue, nach dem Aufstieg endlich Bundesliga spielen zu dürfen. Gleiches gelte für die Fans, die der Bundesliga entgegenfiebern, weiß Hitzlsperger. 

Trotzdem macht er deutlich: "Ich möchte nicht so tun, als wäre alles wunderbar und wir hätten keine Schwierigkeiten."

Damit meint der 38-Jährige vor allem die finanzielle Situation des Vereins. 

Ab dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen soll das erlaubte Zuschauerkontingent ausgeschöpft werden. "12.000 sind besser, als wir vor ein paar Wochen noch denken konnten", erklärt Hitzlsperger. Dann zahle der Verein nicht mehr drauf und könne Gewinn machen, so der Vorstandsvorsitzende.

Aber auch in diesem Fall mahnt Hitzlsperger: "Wir sind nicht über dem Berg." 

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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