VfB-Boss Hitzlsperger erklärt Führungskrise für beendet! Aber geht das so einfach?

Stuttgart - Thomas Hitzlsperger (38) würde gerne einen Schlussstrich ziehen. Dies machte der Vorstandsboss des VfB Stuttgart deutlich, als er am Freitag vor die Medien trat.

Zwischen Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (l., 38) und Präsident Claus Vogt (51) gibt es einige Meinungsverschiedenheiten.
Zwischen Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (l., 38) und Präsident Claus Vogt (51) gibt es einige Meinungsverschiedenheiten.  © Sebastian Gollnow/dpa

Denn er ist die letzten Monate leid, in denen seinem Empfinden nach zu selten über Fußball beim VfB gesprochen wurde.

Um mit den unbeliebten Randthemen endlich abschließen zu können, präsentierte er deshalb die sehnlichst erwarteten Ergebnisse der Aufklärung rund um den Datenskandal.

Und die haben es in sich!

So hat der VfB zwischen 2016 und 2018 satte 100.000 Daten an einen externen Dienstleister weitergeben und dabei teils "klar rechtswidrig" gehandelt, wie Hitzlsperger mitteilte.

Die Konsequenzen? Neben den bereits zurückgetreten Mitarbeitern und den abberufenden Vorständen entließen die Schwaben wenig überraschend mit Oliver Schraft (Kommunikations-Chef) und Uwe Fischer (Marketingleiter) zwei weitere Verantwortliche.

Doch es war längst nicht nur der Datenskandal, der den VfB Stuttgart in den vergangenen Wochen bundesweit in die Schlagzeilen brachte.

VfB-Boss Hitzlsperger will seine Attacke gegen Claus Vogt aus dem Gedächtnis der Öffentlichkeit streichen

Will unter die Führungskrise endlich einen Schlussstrich ziehen: Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38).
Will unter die Führungskrise endlich einen Schlussstrich ziehen: Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38).  © Rolf Vennenbernd/dpa

Immerhin schwelte zusätzlich ein Machtkampf bei den Schwaben, bei dem Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt (51) im Mittelpunkt standen.

Hitzlsperger, der den Streit höchst persönlich mit einem Brandbrief und seiner zwischenzeitlichen Präsidentschaftskandidatur eskalieren ließ, gab sich diesbezüglich im Rahmen der Presserunde jedoch alles andere als auskunftsfreudig.

Einmal mehr wurde deutlich, dass der Vorstandsboss seine Attacke gegen Vogt am liebsten aus dem Gedächtnis der Öffentlichkeit streichen und das Thema für beendet erklären würde. Antworten auf viele der Fragen, die sich in diesem Zusammenhang noch stellen, gab er nicht.

Stattdessen gab er eine Devise für die Zukunft aus: "Die persönliche Beziehung von uns darf nicht mehr im Mittelpunkt stehen!"

Wie die beiden nach allem, was vorgefallen ist, weitermachen wollen? Auch darauf wollte Hitzlsperger nicht antworten.

Nur, dass er sich wohl eine gemeinsame Zukunft mit dem Präsidenten vorstellen kann, was in seinem Brandbrief noch ganz anders klang, gab er Widerwillen zu: "Wenn ich das nicht möchte, würde ich jetzt sagen ‚Ich geh!‘ Aber ich mag meinen Job."

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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