VfB-Coach Matarazzo vor Debüt: Den letzten Schliff holte er sich bei Nagelsmann

Stuttgart - Pellegrino Matarazzo (42) feiert am Samstag gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr) sein Bundesliga-Debüt als Cheftrainer. 

Selbstbewusst ist er: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).
Selbstbewusst ist er: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nervös ist der Coach des VfB Stuttgart deshalb aber nicht. Er nennt es lieber "positiv angespannt". 

Ähnlich ging es ihm schon bei seinem ersten Zweitliga-Spiel als VfB-Trainer, wie er am Donnerstag auf der Pressekonferenz erinnerte. 

Kurz zuvor hatten die Schwaben Matarazzo aus Hoffenheim verpflichtet, dort assistierte er dem damaligen Trainer Julian Nagelsmann (33, heute RB Leipzig). 

Viele rieben sich verwundert die Augen und sahen ein Risiko darin, einen Trainer zu verpflichten, der noch nie vorher als Chef im Profibereich arbeitete.  

Auch der Aufstieg in die Bundesliga besänftigte nicht jeden Zweifler. 

Matarazzo hat seines Erachtens aber schon genug erlebt: "Ich fühle mich gewappnet." 

Weiter sagte der 42-Jährige: "Ich habe im Jugendbereich viele Jahre als Cheftrainer gearbeitet und am Spiel verändert sich wenig. Im Profibereich kommt der Druckfaktor dazu, Medieninteresse und Zuschauer." 

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo ist von Freiburg-Trainer Christian Streich fasziniert

Gewohntes Bild: VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo (42) dirigiert seine Schützlinge von der Seitenlinie aus.
Gewohntes Bild: VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo (42) dirigiert seine Schützlinge von der Seitenlinie aus.  © Tom Weller/dpa

Den "letzten Schliff" für den Chefposten holte sich Matarazzo dann in der Hoffenheimer Zeit. 

Besonders in Sachen Umgang mit den Spielern lernte der Amerikaner an der Seite von Nagelsmann dazu: Während die Jugendlichen alles glauben, was man sagt, müsse man Profis mit "Inhalt und Sozialkompetenz überzeugen", so Matarazzo. 

Trotz seines Selbstbewusstsein, was als Cheftrainer eines Bundesligisten unbedingt von Nöten ist, merkt man dem 42-Jährigen auch etwas Demut an. 

Offen gab er zu: "Es wird Situationen geben, in denen ich noch dazu lerne." 

Vielleicht ja sogar schon im Duell gegen den SC Freiburg. Dann wird mit Christian Streich (55) einer der ganz erfahrenen Bundesliga-Trainer neben Matarazzo an der Seitenlinie stehen.  

Der VfB-Coach: "Ich kenne ihn leider noch nicht persönlich. Aber das, was ich sehe, finde ich faszinierend."

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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