VfB Stuttgart denkt um für den Bundesliga-Klassenerhalt

Stuttgart - Wie gewohnt mit lässigem Look beobachtete Sportdirektor Sven Mislintat (47) am Montag das erste Training des VfB Stuttgart

Locker, lässig, Sven Mislintat (47): Sportdirektor des VfB Stuttgart. (Archivbild)
Locker, lässig, Sven Mislintat (47): Sportdirektor des VfB Stuttgart. (Archivbild)  © Maximilian Haupt/dpa

Die Strapazen der letzten Wochen, die die harten Verhandlungen um die Transfers von Torwart Gregor Kobel (22) und Abwehrmann Waldemar Anton (24) mit sich brachten, waren ihm dabei nicht anzumerken. 

Was nicht verwunderlich ist, schließlich verliefen diese erfolgreich und der Westfale lotste beide Spieler endgültig nach Stuttgart. 

Sogar für einen Preis (beide vier Millionen Euro), der in Zeiten der Coronakrise vertretbar scheint. 

Hinzu kam außerdem Abwehrspieler Konstantinos Mavropanos (22) für eine Leihgebühr über 250.000 Euro vom FC Arsenal London. 

Für den Sturm gab es dagegen keine Verstärkung. 

Dazu sagte Mislintat gegenüber der "Bild": "Die Defensive ist, um drin zu bleiben, deutlich wichtiger als die Offensive." 

Der VfB Stuttgart konzentriert sich bei der Mission Klassenerhalt auf das Konterspiel

Umdenken beim VfB Stuttgart: Coach Pellegrino Matarazzo gibt die Anweisungen.
Umdenken beim VfB Stuttgart: Coach Pellegrino Matarazzo gibt die Anweisungen.  © DPA/Tom Weller

Dass nach dem Aufstieg Umdenken angesagt ist, sah Coach Pellegrino Matarazzo (42) ähnlich: "Es wird anders sein als in der Zweiten Liga. Wir werden nicht permanent den Ball haben und tiefstehende Gegner knacken müssen. Jetzt wird der Gegner auch den Ball haben." 

Diesen gilt es dann, dem Kontrahenten abzuluchsen, weshalb die Gewichtung auf Pressing eine andere sein werde als noch in der vergangenen Spielzeit, erklärte Sportchef Mislintat gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten". 

Weiter stellte dieser fest: "Entscheidend wird sein, wie wir nach der Balleroberung agieren."

Somit konzentrieren sich die Schwaben also aufs Konterspiel. 

Nicolas Gonzalez (22), Silas Wamangituka (20) und Erik Thommy (25) dürften dafür die entscheidenden Spieler sein. 

Zumindest, wenn keiner von ihnen mehr den VfB verlässt. Da das Transferfenster aber erst im Oktober schließt, wird sich Sportdirektor Mislintat gedulden müssen, bis er sich entspannt zurücklehnen kann. 

Den lässigen Surfer-Look, da kann man sich sicher sein, wird er in der Zwischenzeit trotzdem beibehalten. 

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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