Dem VfB fehlen die Fans im Stadion, doch einer hält für alle die Stellung

Stuttgart - Ein Präsident für alle Fans - im wahrsten Sinne des Wortes!

Claus Vogt (51) wurde im vergangenen Dezember zum neuen Präsidenten des VfB Stuttgart gewählt.
Claus Vogt (51) wurde im vergangenen Dezember zum neuen Präsidenten des VfB Stuttgart gewählt.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das 2:2 des VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt am Samstag war das zweite Geisterspiel in der Mercedes-Benz-Arena nach der erneuten Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

Das sonst so gut gefüllte Stadion an der Mercedesstraße, in dem die Anhänger der Schwaben ihre Mannschaft mit lauten "1893, hey, hey" oder "Ja ja jajajajajaaa, nur der VfB"-Rufen nach vorne peitschen, lag wieder brach da. 

Aber ein richtig großer Fan "schmuggelte" sich dann doch ins ehemalige Neckarstadion und hielt stellvertretend für alle Brustringträger die Stellung: Vereinspräsident Claus Vogt (51)!

Der 51-Jährige wurde bereits in der ersten Lockdown-Phase, als der VfB noch zweitklassig und um den Aufstieg kickte, von TV-Kameras alleine in der Cannstatter Kurve stehend eingefangen, wie er stolz seinen Schal in die Höhe reckte - eine Aktion, die ihm noch mehr Sympathie-Punkte bei den Fans einbrachte.

Und so repräsentierte Vogt, der im vergangenen Dezember zum Nachfolger des ungeliebten und zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Dietrich (72) gewählt wurde, auch jetzt in der 1. Liga mit Stolz wieder alle Anhänger, die nicht in ihren Fußball-Tempel durften.

Claus Vogt: "Bin stellvertretend für Euch alle hier!"

Claus Vogt filmte vor dem Anpfiff gegen Eintracht Frankfurt aus der leeren Mercedes-Benz-Arena.
Claus Vogt filmte vor dem Anpfiff gegen Eintracht Frankfurt aus der leeren Mercedes-Benz-Arena.  © Twitter/clausvogt1893

"Dass ihr unfassbar fehlt, wisst ihr", schrieb der gebürtige Nürtinger in seinen Tweet, bei dem er in einem Video mit seiner Kamera vor dem Anpfiff gegen die Eintracht durch das traurige leere Rund schwenkte. 

"In diesen schwierigen Zeiten müssen wir zusammenhalten, damit wir bald wieder gemeinsam hier sein können. Ich bin hier stellvertretend für Euch alle!", so Vogt, der für seine Fan-Nähe geschätzt wird, weiter in seinem emotionalen Post.

Zahlreichen rot-weißen Anhängern gefiel das sehr, was sie auch in den Kommentaren ausdrückten. "Mit Dir als Glücksbringer klappt das schon", schrieb beispielsweise eine Userin. 

Und ein anderer hatte sogar noch einen pfiffigen Einfall: "Net vergesse zwischanei au omol mit em Schiri schempfa, sonschd pfeifft‘r z‘arg fier die andere!" (hochdeutsch: "Nicht vergessen, zwischendurch auch mal mit dem Schiri zu schimpfen, sonst pfeift der zu sehr für die anderen!", Anm. d. Red.)

Ob Vogt das tatsächlich tat, bleibt ungeklärt. Sicher ist aber, dass der VfB-Präsident unter anderem mit solchen Aktionen bei den Fans gut ankommt.

Titelfoto: Twitter/clausvogt1893

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