VfB Stuttgart: Die "Jungen Wilden 2.0" halten Distanz zum Keller

Stuttgart - Während es derzeit in der Führungsetage des VfB Stuttgart mächtig knirscht, ist aus sportlicher Sicht bei den Schwaben alles im Lot.

VfB-Schlussmann Gregor Kobel (r.) hält den Elfmeter von RB Leipzigs Emil Forsberg.
VfB-Schlussmann Gregor Kobel (r.) hält den Elfmeter von RB Leipzigs Emil Forsberg.  © Tom Weller/dpa

Immerhin sammelten sie nach 14 Bundesliga-Partien schon satte 18 Punkte, was in Anbetracht des Ziels Klassenerhalt eine gute Ausbeute ist.

Noch wichtiger ist mit Blick auf die Tabelle allerdings der große Abstand zu den Kellerkindern: Acht Punkte liegen zwischen dem VfB und Arminia Bielefeld, die aktuell den Relegationsplatz 15 besetzen.

Auf den ersten direkten Abstiegsplatz, auf welchem momentan der 1. FSV Mainz 05 steht, hat Stuttgart sogar schon einen Vorsprung von 12 Punkten.

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Hinzu kommt der frische und gut anzuschauende Offensivfußball, weshalb Silas Wamangituka (21), Tanguy Coulibaly (19) und Co. längst die "Jungen Wilden 2.0" genannt werden.

Ein Begriff, der seinen Ursprung in den 2000er-Jahren hat, als das VfB-Team um Andreas Hinkel, Timo Hildebrand und Kevin Kuranyi in der Bundesliga und der Champions League begeisterten.

Die VfB-Offensive stotterte etwas zuletzt

Will nach seinem Tor gegen den BVB mit dem Ball schnell zurück zum Mittelkreis: VfB-Angreifer Silas Wamangituka (21, mit Ball).
Will nach seinem Tor gegen den BVB mit dem Ball schnell zurück zum Mittelkreis: VfB-Angreifer Silas Wamangituka (21, mit Ball).  © Focke Strangmann/Pool/epa POOL/dpa

Dass die Schützlinge von Coach Pellegrino Matarazzo (43) mit dieser goldenen Schwaben-Generation verglichen werden, ist dem Sportdirektor Sven Mislintat (48) gar nicht so unrecht.

Zuletzt erinnerte er im Gespräch mit dem SWR daran, es sei von Beginn an seiner Amtszeit die Philosophie gewesen, "die Perioden des erfolgreichen VfB-Fußballs zu vereinen".

Eine andere wäre das "Magische Dreieck" um Fredi Bobic, Giovane Elber und Krassimir Balakov. Dem Trio gelang im Trikot mit dem Brustring insgesamt 89 Tore. Bis daran ein neuer VfB-Sturm anknüpfen wird, könnte es allerdings dauern.

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Aktuell hat die schwäbische Offensive, die vor einigen Wochen Borussia Dortmund mit 5:1 abschoss, etwas ihre Wucht verloren.

So gelang ihnen weder bei der Pleite beim VfL Wolfsburg noch gegen RB Leipzig ein Treffer. Im Duell mit den Sachsen hatte sogar ausgerechnet Verteidiger Waldemar Anton (24) die beste Chance.

Stuttgarts Sturm also in der Krise? Nicht, wenn es nach Trainer Matarazzo geht: "Wir hatten in den Spielen unsere Chancen." Am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg haben die Schwaben dann die Chance, diese auch wieder zu nutzen.

Titelfoto: Focke Strangmann/Pool/epa POOL/dpa

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