VfB Stuttgart: Die umstrittene Kreativ-Abteilung der Schwaben

Stuttgart - Mit VfB-Profi Philipp Klement (28) ist es so eine Sache. Dass der Stuttgarter Kreativspieler ein ganz feines Füßchen hat, ist beinahe in jedem Training zu sehen. 

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42) zeigt, wo es lang geht.
VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42) zeigt, wo es lang geht.  © Tom Weller/dpa

Auch seine Spielintelligenz bleibt keinem Beobachter verborgen, wenn er im Stile eines Andrés Iniestas (36) die Bälle verteilt. Doch dass der Vergleich mit dem ehemaligen Genie des FC Barcelonas etwas zu hoch gegriffen ist, zeigt die Statistik der vergangenen Zweitliga-Saison. In 19 Partien gelangen dem Ludwigshafener lediglich vier Vorlagen und kein einziger Treffer. 

Dies soll in der kommenden Spielzeit besser laufen. "Ich gehe mit einem ganz anderen Körpergefühl in die Saison", so Klement, der weiß, dass er liefern muss. 

Er erklärt, er habe die hohen Erwartungen beim VfB unter anderem wegen einer Verletzung vor der Saison nicht erfüllen können. 

Die aktuelle Vorbereitung verlief dagegen reibungslos für Klement. In den Testspielen deutete der 28-Jährige erneut an, was er drauf hat. 

Tore gelangen ihm aber trotzdem nicht. 

VfB-Profi Daniel Didavi ist "überrascht", dass er gut durch die Vorbereitung gekommen ist

Können sie zusammen zaubern? Philipp Klement (28) und Daniel Didavi (30) sind die Kreativspieler beim VfB.
Können sie zusammen zaubern? Philipp Klement (28) und Daniel Didavi (30) sind die Kreativspieler beim VfB.  © Sebastian Gollnow/dpa

Anders Daniel Didavi (30), der wie Klement fürs Kreative bei den Schwaben zuständig ist. 

Doch der traf bereits drei Mal in den fünf Partien der Vorbereitung und dürfte deshalb die Nase vorn haben, sollte sich Coach Pellegrino Matarazzo (42) in Sachen Startaufstellung für einen der beiden entscheiden wollen. 

Umstritten ist Didavi dennoch. Bei manchen herrscht der Eindruck, er würde häufig lustlos über den Platz schlendern. 

Auch im Kicker (Print, 30.8.20) stand zuletzt, man habe den Eindruck, Didavi wäre im Trainingslager mehr mit sich selbst beschäftigt, als mit dem Gegner. 

Immerhin ist der sonst so anfällige Profi fit: "Überraschenderweise bin ich gut durch die Vorbereitung gekommen", so der 30-Jährige, der dabei mit einem Schmunzeln auf die großen Verletzungssorgen der Schwaben anspielte. 

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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