VfB gewinnt "dreckig" gegen Dresden: Matarazzo wünscht sich das Bayern-Gen

Stuttgart - Einhundertprozentig zufrieden war Pellegrino Matarazzo nicht.

VfB-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui traf in der 18. Minute zum 1:0 gegen Dynamo Dresden.
VfB-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui traf in der 18. Minute zum 1:0 gegen Dynamo Dresden.  © Robert Michael/dpa-Pool/dpa

Der Trainer des VfB Stuttgart freute sich zwar am Sonntag über den mühsamen 2:0-Erfolg bei Schlusslicht Dynamo Dresden (TAG24 berichtete). Aber Matarazzo hatte sich ein bisschen mehr FC-Bayern-Mentalität von seinen im zweiten Durchgang etwas nachlässigen Spielern erhofft. 

"Ich hätte mir gewünscht, dass wir dann weitergemacht hätten, so ähnlich wie Bayern auch seinen Gegner abgeschossen hat", sagte der 42-Jährige mit Blick auf den 5:0-Sieg der Bayern gegen Fortuna Düsseldorf. Die Schwaben dagegen hatten es beim Tabellenletzten nach der Pause überraschend locker angehen lassen.

"Dann sind wir leider in gewisser Weise in einen gewissen Verwaltungsmodus gekommen. Dresden ist dann auch besser ins Spiel gekommen. Zum Schluss muss ich sagen, dass es wichtig ist, solche Spiele dreckig zu gewinnen", sagte Matarazzo. 

Hamadi Al Ghaddioui (18. Minute) und Darko Churlinov (88.) mit seinem ersten Zweitliga-Tor sorgten für den letztlich verdienten Sieg, der dem VfB den Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem ebenfalls siegreichen Hamburger SV auf dem dritten Platz sicherte. 

Auch der 1. FC Heidenheim bleibt nach einem klaren Heimsieg gegen Erzgebirge Aue als Tabellenvierter im Aufstiegsrennen.

Innenverteidigung des VfB stand sicher

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (2. v. r.) "klatscht" mit seiner Mannschaft nach dem Sieg gegen Dynamo ab.
VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (2. v. r.) "klatscht" mit seiner Mannschaft nach dem Sieg gegen Dynamo ab.  © Robert Michael/dpa-Pool/dpa

Anders als in der desolaten ersten Halbzeit zuletzt gegen den HSV stand der VfB diesmal sicher. 

Die Innenverteidigung um den in die Startelf zurückgekehrten Kapitän Marc-Oliver Kempf ließ kaum etwas zu. Allerdings war den Sachsen auch deutlich anzumerken, dass sie wegen zuvor mehrerer Corona-Fälle ihr erstes Spiel nach dem Wiederbeginn der 2. Liga bestritten.

"Wir haben hier gegen eine Top-Mannschaft gespielt, die in die 1. Bundesliga aufsteigen wird. Für das, wo wir stehen, war es ein sehr gutes Spiel", sagte Dresdens Trainer Markus Kauczinski.

Neben Kempf stand auch Gonzalo Castro wieder in der ersten Formation von Pellegrino Matarazzo. Torgefahr strahlte der Siegtorschütze aus dem HSV-Spiel diesmal zwar nicht aus, aber der Routinier gab dem Mittelfeld in Abwesenheit des leicht angeschlagenen Daniel Didavi Struktur.

Als Nächstes trifft der VfB Stuttgart am kommenden Sonntag (13.30 Uhr/Sky) in der heimischen Mercedes-Benz Arena auf den VFL Osnabrück (Platz 14).

Die Schwaben werden sich mit Sicherheit für die 0:1-Niederlage aus der Hinrunde (TAG24 berichtete) revanchieren wollen und einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg anpeilen.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Pool/dpa

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