VfB macht 2019 fast 900.000 Euro Miese, Streit mit IT-Firma geht weiter

Stuttgart - Im Streit um die abgebrochene Mitgliederversammlung will der VfB Stuttgart seine finanziellen Ansprüche trotz der Insolvenz der verklagten IT-Firma durchsetzen.

Präsident Claus Vogt gibt beim VfB Stuttgart die Richtung vor.
Präsident Claus Vogt gibt beim VfB Stuttgart die Richtung vor.  © Tom Weller/dpa

Der eingetragene Verein hat für 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 892.000 Euro zu verzeichnen, wie Präsident Claus Vogt (51) am Mittwoch in einer Video-Botschaft mitteilte.

"Wirtschaftlich hat uns die Durchführung von zwei Mitgliederversammlungen in einem Jahr hart getroffen", sagte der 51-Jährige.

"Deshalb wollen wir unsere finanziellen Ansprüche gegen den damaligen Technik-Dienstleister, der für das Abstimmungsverfahren zuständig und verantwortlich war, auch trotz dessen Insolvenz rechtlich versuchen durchzusetzen."

Die Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten vor knapp eineinhalb Jahren war wegen technischer Probleme abgebrochen worden.

Die Mitglieder hatten sich nicht in das WLAN des Stadions einloggen und daher nicht an den vorgesehenen Abstimmungen teilnehmen können. Anschließend führte der heutige Fußball-Bundesligist im Dezember 2019 eine weitere Mitgliederversammlung durch, auf der Vogt zum Nachfolger des zurückgetretenen Wolfgang Dietrich gewählt wurde.

Auch für dieses Jahr kündigte Vogt den Mitgliedern wirtschaftliche Rückschläge an: "Es werden für uns alle die Folgen und die Auswirkungen der Pandemie spürbar sein und bleiben."

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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