VfB-Fans bangen! BVB an Mislintat dran, klares Bekenntnis zu Stuttgart bleibt aus

Stuttgart/Dortmund - Die Fans des VfB Stuttgart bangen um Sven Mislintat (48).

Er wird beim BVB aufhören: Sportdirektor Michael Zorc (58).
Er wird beim BVB aufhören: Sportdirektor Michael Zorc (58).  © Frederic Scheidemann/Getty Images Europe/Pool/dpa

Wie TAG24 bereits berichtete, soll Borussia Dortmund sich mit dem schwäbischen Sportdirektor beschäftigen.

Laut den Ruhrnachrichten überlegt der Vizemeister Mislintat als Nachfolger von Manager Michael Zorc (58) zu installieren, der nach der kommenden Saison aufhören wird.

Nach dem Bericht soll sich Klubchef Hans-Joachim Watzke (61) im März sogar schon mit Mislintat treffen. Davon wisse der VfB-Sportdirektor aber nichts, wie er am Rande der Partie beim 1. FC Köln (1:0) am Sky-Mikrofon betonte. Bei ihm habe sich aus Dortmund bisher niemand gemeldet, war sich Mislintat sicher. Zudem widersprach er Gerüchten, dass er in seinem bis 2023 laufenden Vertrag eine Ausstiegsklausel haben soll.

Diesen Kontrakt verlängerte er erst im vergangenen Dezember, wodurch Mislintat seine Macht bei Spielertransfers erweiterte. Damit belohnte ihn Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38) für seine gute Arbeit.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat flirtet mit seiner alten Liebe Borussia Dortmund

Wie lange Sven Mislintat (48) beim VfB noch bleiben wird, ist ungewiss.
Wie lange Sven Mislintat (48) beim VfB noch bleiben wird, ist ungewiss.  © Sebastian Gollnow/dpa

Unter anderem lotste Mislintat Silas Wamangituka (21), Tanguy Coulibaly (20) und Sasa Kalajdzic (23) an den Neckar, denen nach kurzer Anlaufzeit der Durchbruch gelang.

Seinen Ruf als Diamantenauge wurde der 48-Jährige aber besonders bei der Verpflichtung von Defensivmann Wataru Endo (28) aus St. Truiden gerecht, den außer ihm kaum einer auf dem Zettel hatte. Inzwischen ist der Japaner nicht mehr aus der Stuttgarter Mittelfeldzentrale wegzudenken.

Bei diesen Erfolgen Mislintats wundert es wohl kaum einen, dass Dortmund nach dem gebürtigen Westfalen erneut die Fühler ausgestreckt haben soll.

Neun Jahre lang war er bereits beim BVB als Scout tätig. Dabei war er an Hammer-Transfers wie von Robert Lewandowski (32), Pierre-Emerick Aubameyang (31), Ousmane Dembélé (23) und Shinji Kagawa (31) beteiligt.

Längst bewies Mislintat beim VfB außerdem sein Talent für die erste Reihe, wobei er vor allem im Umgang mit den Medien eine Souveränität ausstrahlt. Ein Gesamtpaket, das ihn für den BVB wahnsinnig interessant macht.

Ein klares Bekenntnis zu Stuttgart gab es derweil von Mislintat nicht. Bei Sky kommentierte er das mögliche BVB-Interesse folgendermaßen: "Ich habe vernommen, dass mein Mentor Michael Zorc, einer der herausragendsten Sportdirektoren, aufhört. Dass die Gedankenspiele stattfinden, liegt in der Natur der Sache. Bis dahin sind aber noch 17 Monate und wir haben noch ein bisschen was zu tun."

Sollte der BVB Ernst machen, dürfte es für den VfB Stuttgart schwer werden, sein Diamantenauge zu halten.

Update, 12 Uhr: Mislintat schließt Rückkehr nicht aus

Sven Mislintat schließt eine Rückkehr zu seinem Ex-Club Borussia Dortmund nicht aus, wie die dpa berichtet.

Bislang hat es laut des Sportdirektors vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart allerdings noch keine Gespräche mit den BVB-Verantwortlichen gegeben. Auch ein konkreter Termin für ein Treffen im März sei noch nicht vereinbart, sagte der 48-Jährige am Sonntag.

"Es gibt keinen festen Termin, und es wurde auch noch nicht gesprochen", sagte Mislintat. "Ich bin gebürtiger Dortmunder. Das heißt, wenn es da ein Interesse gibt, dann ist das nichts, was mich kalt lässt, sondern dann freue ich mich über die Wertschätzung." Aber erst mal müsse der BVB selbst wissen, was er wolle.

Mislintat schließt aber auch einen Verbleib beim VfB, wo er bis zum 30. Juni 2023 unter Vertrag steht, nicht aus. "Ich habe nicht gesagt: Wenn Dortmund kommt, geh' ich", sagte er. "Mir liegt der VfB, diese Mannschaft, diese Stadt, diese Gruppe sehr am Herzen. Selbst wenn Dortmund käme, müssten sie erst mal verdammt gute Argumente haben."

Eine "klassische Ausstiegsklausel" habe er für 2022 nicht in seinem Vertrag. Aber: "Ganz ursprünglich gibt es einen gewissen Handlungsspielraum für mich im Sommer 2022, weil man schon in diesem Club manchmal das Gefühl hat, dass es nicht immer nur um Fußball geht."

Damit spielte er auf den Machtkampf beim VfB an, zuletzt waren zahlreiche Stuttgarter Funktionäre zurückgetreten oder vom Verein abberufen worden. "Wir haben zu wenig über Fußball gesprochen in letzter Zeit und darauf müssen wir uns fokussieren. Und dann ist es auch ganz einfach für mich, hier sehr lange zu bleiben."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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