VfB Stuttgart fehlt im Härtetest gegen Straßburg der Lösungsansatz

Stuttgart - Es war eine Generalprobe, die es in sich hatte. Zwar gewann Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart schlussendlich mit 4:2 gegen den RC Straßburg, doch die Franzosen verlangten den Schwaben einiges ab. 

In der ersten Hälfte rennt der VfB viel hinterher.
In der ersten Hälfte rennt der VfB viel hinterher.  © TAG24

"In den ersten 30 Minuten hatten wir keinen Zugriff aufs Spiel", erklärte Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo (42), der seine Mannschaft in der Anfangsphase "überrascht" sah. 

Die Franzosen erlangten nämlich durch eine Raute eine Überzahl im Mittelfeld, sodass die Schwaben über weite Strecken der ersten Hälfte hinterherliefen. Ein Fehler in der Struktur, den Matarazzo schon nach zwei Minuten erkannte, doch trotzdem nicht beheben wollte. 

"Die Mannschaft muss lernen, mit unsicheren Phasen umzugehen. Sie soll auch selbst Lösungen finden. Man wird auch in der Bundesliga mal überrascht", erklärte der Coach. 

Was er eigentlich von der Mannschaft erwartet hatte: Mehr Kompaktheit und Konzentration aufs Konterspiel. 

Weil seinen Schützlingen dieser Lösungsansatz fehlte, stellte Matarazzo in der Pause um. "Ich konnte es nicht mehr mit ansehen", so der Amerikaner mit einem Schmunzeln. 

VfB-Coach Matarazzo sieht im DFB-Pokal zumindest einen Vorteil bei Hansa Rostock

Ein Eindruck vom VfB-Test gegen RC Straßburg.
Ein Eindruck vom VfB-Test gegen RC Straßburg.  © TAG24

In der zweiten Hälfte lief dann aber die Kugel bei den Schwaben und Wataru Endo sowie Sasa Kalajdzic entschieden mit ihren Toren zum 3:2 (52. Minute) und 4:2 (55.) die Partie. 

"Wir haben in der zweiten Hälfte auch mehr tiefe Laufwege gesehen", erkannte Trainer Matarazzo, der den Härtetest gegen Straßburg als "hilfreich" bewertete. 

Es war "genau die richtige Erfahrung, die wir gebraucht haben", lautete sein Fazit, ehe es am Sonntag (15.30 Uhr) ernst wird. 

Dann reist der VfB zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde des DFB-Pokals zum Drittligisten Hansa Rostock. 

Bis zu 8000 Anhänger der Heimmannschaft werden trotz Corona im Stadion erwartet. "Ein Vorteil für den Außenseiter", so Matarazzo, der sich allerdings lieber mit dem Geschehen auf dem Feld auseinandersetzen möchte. 

Denn ein überraschendes Erstrunden-Aus will er sicherlich vermeiden. 

Titelfoto: TAG24

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