Kommentar: Der VfB Stuttgart kehrt dahin zurück, wo er hingehört

Stuttgart - Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart ist nach dem 6:0-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg so gut wie aufgestiegen. Damit kehren die Schwaben dahin zurück, wo sie hingehören: in die Bundesliga. 

Die Profis des VfB Stuttgart feiern nach dem Kantersieg gegen Nürnberg den Fast-Aufstieg.
Die Profis des VfB Stuttgart feiern nach dem Kantersieg gegen Nürnberg den Fast-Aufstieg.  © Daniel Karmann/dpa

Dieser Satz wird in der heutigen Zeit fast inflationär benutzt. Jeder Anhänger eines Traditionsvereins kennt ihn und wird nicht müde, ihn immer wieder zu bemühen. 

Vor allem natürlich diejenigen, deren Vereine aktuell nicht zur Elite des deutschen Fußballs gehören. 

So auch beim VfB, der nun ein Jahr im Unterhaus verbrachte und nach allen Regeln der Wahrscheinlichkeit in der kommenden Saison wieder Bundesliga-Fußball spielen wird.

Zum Glück. Nicht nur für den Verein, auch für die Stadt Stuttgart. 

Es gibt nämlich nicht mehr viele von solchen Bundesliga-Standorten. An vielen ist Fußball zwar wichtig, aber keineswegs elementar. 

Auch die Bundesliga braucht den Traditionsverein VfB Stuttgart

Ein Bild aus der Kurve aus Bundesliga-Zeiten: In der Saison 2018/19 gegen die TSG 1899 Hoffenheim.
Ein Bild aus der Kurve aus Bundesliga-Zeiten: In der Saison 2018/19 gegen die TSG 1899 Hoffenheim.  © Fabian Sommer/dpa

Stuttgart gehört dagegen zu den Orten auf der Landkarte, an denen die Stadt am Spieltag pulsiert. 

Und der Fußball vom Rest des Alltags nicht mehr zu trennen ist, wenn die Massen in Richtung des ehemaligen Neckarstadions pilgern und den Verkehr von der Stadtmitte bis Bad Cannstatt lahmlegen. 

Ja, ich bin Fußball-Romantiker. 

Ja, ich hasse es, wenn ich Stadien an irgendwelchen Autobahnzubringern anpeilen muss. 

Dagegen liebe ich es, wenn Fußballfans am Spieltag die Stadt bestimmen.

Dies zeigt nämlich: Den meisten hier ist dieser Sport verdammt wichtig.

In Stuttgart ist das so. Und darum haben die Menschen keine Duelle gegen den SV Sandhausen oder den SSV Jahn Regensburg verdient. 

Sondern Feiertage gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund oder Mönchengladbach. Aber nicht nur das. Auch die Bundesliga braucht den VfB. 

Diese lebt nämlich von der Bedeutung solcher Traditionsvereine, die ihr Jahr für Jahr immer mehr verloren gehen. 

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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