VfB regiert im Ländle! TSG Hoffenheim schlägt sich in Stuttgart teilweise selbst

Stuttgart - Schwaben regieren im Ländle! Der VfB Stuttgart hat die TSG 1899 Hoffenheim im Baden-Württemberg-Duell mit 2:0 (1:0) bezwungen. Damit rücken die Schützlinge von Coach Pellegrino Matarazzo auf den achten Tabellenplatz vor und können weiterhin von Europa träumen.

Wollte sich nach seinem Eigentor am liebsten verstecken: TSG-Abwehrmann Kasim Adams.
Wollte sich nach seinem Eigentor am liebsten verstecken: TSG-Abwehrmann Kasim Adams.  © DPA/Tom Weller

Ein Eigentor von Kasim Adams brachte den VfB mit 1:0 in Führung (15.), ehe Sasa Kalajdzic mit dem 2:0 den Deckel drauf machte (64.).

Im Vergleich zum 1:1-Remis bei Eintracht Frankfurt veränderte VfB-Trainer Matarazzo seine Startelf nur auf einer Position. Für Tanguy Coulibaly kehrte Kapitän Gonzalo Castro zurück ins Team.

TSG-Coach Sebastian Hoeneß tauschte nach dem 2:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ebenfalls nur einmal. Anstelle von Marco John startete Ryan Sessegnon.

VfB-Coach Matarazzo zum Hitzlsperger-Abschied: "Ich bin nicht happy"
VfB Stuttgart VfB-Coach Matarazzo zum Hitzlsperger-Abschied: "Ich bin nicht happy"

Es war ein Baden-Württemberg-Duell, das müde begann und in dem der VfB eine Viertelstunde brauchte, um die Oberhand zu gewinnen.

Vor allem mit Schwaben-Angreifer Silas Wamangituka hatten die Kraichgauer ihre Probleme. Der wendige Kongolese versprühte permanent Gefahr. So wie in der 15. Minute, als er über den rechten Flügel stürmte und die Kugel ins Zentrum brachte.

Dort verpasste zunächst Stuttgarts Torjäger Kalajdzic den Abschluss, für ihn verwandelte jedoch Adams unfreiwillig ins eigene Tor zum 1:0 für den VfB.

So startet der VfB Stuttgart ins Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Mit dieser Aufstellung beginnt die TSG 1899 Hoffenheim beim VfB Stuttgart

Sasa Kalajdzic legt für den VfB Stuttgart nach, wieder bereitet Silas Wamangituka vor

Stuttgarts Torjäger Sasa Kalajdzic (l.) und Hoffenheims Diadie Samassekou kämpfen um den Ball.
Stuttgarts Torjäger Sasa Kalajdzic (l.) und Hoffenheims Diadie Samassekou kämpfen um den Ball.  © DPA/Tom Weller

Nach dem Führungstreffer dominierten die Schwaben zwar die Partie, doch im letzten Drittel ließen sie die nötige Konzentration vermissen und der letzte Pass kam nicht an.

Dann wurden die Gäste stärker und erhöhten den Druck aufs VfB-Tor. Die beste Chance hatte Andrej Kramaric nach einer Flanke von Pavel Kaderabek, doch der Kopfball des Kroaten ging zu unplatziert direkt auf Keeper Gregor Kobel, der problemlos parierte (39.). So ging es mit der Stuttgarter 1:0-Führung in die Pause.

Die TSG kam auch besser aus der Kabine und zwang die Stuttgarter dazu, sich immer mehr in der eigenen Hälfte einzuigeln. Nur Wamangituka sorgte mit Tempo-Gegenstößen noch für Entlastung.

Ex-Präsident Staudt sieht Hitzlspergers VfB-Abschied skeptisch
VfB Stuttgart Ex-Präsident Staudt sieht Hitzlspergers VfB-Abschied skeptisch

Wie in der 64. Minute: Erneut konnte keiner der Kraichgauer den 21-Jährigen aufhalten, der nach innen flankte.

Dieses Mal kam Kalajdzic an die Kugel und verwandelte zum 2:0 für den VfB!

VfB Stuttgart darf dank des Sieges gegen die TSG Hoffenheim weiterhin von Europa träumen

VfB-Angreifer Silas Wamangituka (r.) lässt Hoffenheims Florian Grillitsch links liegen.
VfB-Angreifer Silas Wamangituka (r.) lässt Hoffenheims Florian Grillitsch links liegen.  © DPA/Tom Weller

Es war eine glückliche Führung der Schwaben, die in der zweiten Hälfte große Probleme mit der TSG-Offensive hatten.

Die Gäste dagegen hatten sich den Rückstand selbst eingebrockt - zu wenig machten sie aus ihrer über weite Strecken drückenden Überlegenheit.

Mit dem zweiten Treffer schien der Widerstand der Hoffenheimer zunächst jedoch gebrochen und der VfB bekam für kurze Zeit mehr Luft zum Atmen.

In der Schlussphase warf die TSG aber nochmal alles in die Waagschale - ohne Erfolg. Auch die Schwaben vergaben noch Chancen aufs 3:0, womit die Hausherren schlussendlich aber gut leben konnten. Mit dem 2:0-Sieg zog der VfB am SC Freiburg vorbei auf den achten Tabellenplatz und darf weiterhin von Europa träumen.

Als Nächstes trifft Stuttgart dann am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf den Rekordmeister FC Bayern München. Die TSG empfängt sonntags (13.30 Uhr/DAZN) den 1. FSV Mainz 05.

Titelfoto: DPA/Tom Weller

Mehr zum Thema VfB Stuttgart: