Herzprobleme und Karriere-Knick: VfB-Legende Khedira kehrt zurück!

Stuttgart - Er ist zurück! Weltmeister Sami Khedira (33) ist wieder in der Bundesliga und kehrt am Samstag (15.30 Uhr) an seine alte Wirkungsstätte in Stuttgart zurück.

Bayerns Thomas Müller (31, l.) ist Sami Khedira (33) bei seinem Bundesliga-Comeback hautnah dran.
Bayerns Thomas Müller (31, l.) ist Sami Khedira (33) bei seinem Bundesliga-Comeback hautnah dran.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Es wird allerdings ein Wiedersehen, das beim einen oder anderen Fan des VfB Stuttgart Herz-Schmerz verursachen dürfte.

Denn wenn Khedira den Rasen der Mercedes-Benz Arena betreten wird, dann nicht im Trikot mit dem Brustring, sondern im Dress seines neuen Vereins: Hertha BSC.

Es werde dennoch eine "Rückkehr mit sehr vielen Emotionen", wie der 33-Jährige gegenüber der Stuttgarter Zeitung betonte.

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Mit dabei eine ordentliche Portion Respekt. So erwarte er "ein offenes Spiel auf Augenhöhe" und attestierte den Schwaben eine "tolle sportliche Entwicklung", bei der einzig die Ergebnisse nicht immer stimmten.

Auch bei Khedira lief es zuletzt nicht immer am Schnürchen.

Bei Juventus Turin unter Vertrag hatte der ehemalige deutsche Nationalspieler schwer mit seinem Körper zu kämpfen.

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo freut sich auf Hertha-Profi und Rückkehrer Sami Khedira

Sami Khedira (33) feierte im Dress des VfB Stuttgart den Deutschen Meistertitel.
Sami Khedira (33) feierte im Dress des VfB Stuttgart den Deutschen Meistertitel.  © picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa

Knie- und Adduktorenprobleme warfen ihn immer wieder zurück. Zudem litt er an Herzrhythmusstörungen.

Schließlich sortierte Juventus Turin ihn aus. Im Juni 2020 absolvierte er beim Coppa-Halbfinale gegen den AC Mailand sein letztes Spiel für die Italiener.

Eine Zeit, die Khedira bei der Hertha nun hinter sich lassen will. Aber auch dort muss sich der VfB-Meistertorschütze von 2007 erst beweisen.

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Coach Pál Dárdai (44) betonte vor Kurzem, dass er ihn noch nicht als Stammspieler sieht: "Erstmal ist es so geplant, dass er in der Endphase oder in der Halbzeit kommt, je nachdem wie der Spielstand ist. Und dann werden wir das immer wieder steigern."

Auch in Stuttgart wird Khedira nicht von Beginn an auflaufen. So hat er immerhin genügend Zeit, das emotionale Wiedersehen mit den alten Bekannten zu genießen. So wird er auf VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38) treffen, mit dem er gemeinsam Meister wurde. Stuttgarts Trainer, Pellegrino Matarazzo (43), ist Khedira dagegen noch nicht begegnet.

Dieser freue sich aber aufs Kennenlernen, wie er auf der Pressekonferenz sagte. Schließlich habe Khedira in seiner Karriere "gefühlt alles gewonnen" und der VfB könne stolz sein, solch einen Spieler ausgebildet zu haben.

Titelfoto: picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa

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