Coronavirus: Kiel gegen Stuttgart ohne Publikum, vier VfB-Mitarbeiter sind in Quarantäne

Kiel/Stuttgart - Der Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus und betrifft längst den Profifußball. Auch für den Zweitligisten VfB Stuttgart hat dies Folgen. 

Im Hinspiel: Roberto Massimo (l.) vom VfB Stuttgart in Aktion gegen Johannes van den Bergh (r.) von Holstein Kiel. 
Im Hinspiel: Roberto Massimo (l.) vom VfB Stuttgart in Aktion gegen Johannes van den Bergh (r.) von Holstein Kiel.  ©  Tom Weller/dpa

So untersagt die Landesregierung Schleswig-Holstein Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen, weshalb die Partie der Schwaben bei Holstein Kiel am 21. März vor leeren Rängen stattfinden wird. 

Zuvor trifft der VfB, ebenfalls auswärts, auf den SV Wehen Wiesbaden (15. März). Ob diese Partie auch zum Geisterspiel wird, ist noch nicht entschieden, allerdings wahrscheinlich. 

Am 6. April steht für die Stuttgarter gegen den Hamburger SV dann das nächste Heimspiel in der Mercedes-Benz Arena an. Auch dies wird wohl ohne Publikum ausgetragen. 

Nachdem die Partie gegen den DSC Arminia Bielefeld (Endstand 1:1) noch mit Zuschauern statt fand, kündigte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha einen "rigorosen Cut" an. 

Dieser bezog sich ebenfalls auf die Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, alle Veranstaltungen ab einer Größe von 1000 Personen abzusagen. 

Die möglichen Geisterspiele sind allerdings nicht die einzige Folge für den VfB Stuttgart durch den Coronavirus. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichteten, fehlten gegen Bielefeld bereits vier Mitarbeiter des Zweitligisten, die sich zuletzt in einer Region aufhielten, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft wurden. 

Wie die "Bild" berichtete, soll unter ihnen auch Kommunikationschef Oliver Schraft sein. Die vier Mitarbeiter befinden sich nun für zwei Wochen zu Hause in einer präventiven Quarantäne. 

Update 19.40 UhrNach Bayern und anderen Bundesländern will auch Baden-Württemberg Veranstaltungen mit über 1000 Menschen wegen des Coronavirus untersagen. 

Es werde eine bindende Verordnung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes auf den Weg gebracht, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Für die Kommunen werde diese "als verbindliche Leitlinie dienen". (TAG24 berichtete)

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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