VfB Stuttgart im Tief! Schwaben stehen vor stürmischem Herbst

Stuttgart - Der VfB Stuttgart tritt auf der Stelle!

Gibt an der Seitenlinie alles: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43).
Gibt an der Seitenlinie alles: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43).  © Bernd Thissen/dpa

Weil die Schwaben gegen den VfL Bochum nicht über ein 0:0 hinauskamen, bleiben sie im fünften Spiel infolge ohne Sieg.

Zu Recht in Anbetracht dessen, dass der VfB über weite Strecken eine wirklich schwache Vorstellung zeigte.

"Wir kamen in der ersten Halbzeit nicht klar, waren im Pressing zu verhalten", resümierte Pellegrino Matarazzo (43).

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Der VfB-Trainer musste zusehen, wie der Aufsteiger aus Bochum seinem Team den Schneid abkaufte und in den Zweikämpfen cleverer agierte.

Zwar versuchte sich Stuttgart mit einer gewissen Körperlichkeit ins Match zu fighten, schoss dabei aber häufig übers Ziel hinaus, weil den Matarazzo-Schützlingen das richtige Feeling fehlte.

So muss man konstatieren: Der VfB war im ersten Durchgang gegen mutige Bochumer teilweise drückend unterlegen und musste froh sein, dass zur Pause hinten die Null stand.

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo: "Alle wollten das Tor sauber halten!"

Zweikampfbetontes Spiel! Doch der Gesichtsausdruck von Abwehrmann Konstantinos Mavropanos (23,l.) sagt alles über die Leistung des VfB Stuttgart.
Zweikampfbetontes Spiel! Doch der Gesichtsausdruck von Abwehrmann Konstantinos Mavropanos (23,l.) sagt alles über die Leistung des VfB Stuttgart.  © Bernd Thissen/dpa

In der zweiten Halbzeit wurde der VfB dann etwas besser. Dennoch blieben die Schwaben, wie in den vergangenen Wochen bereits, im Vorwärtsgang viel zu harmlos.

"Da ist mehr Potenzial drin, als das, was wir gezeigt haben - was den letzten Pass angeht, was das Timing angeht", so Coach Matarazzo. Einzig Joker Chris Führich (23), der nach seiner Einwechslung viel wirbelte, machte Hoffnung auf Besserung.

Defensiv präsentierte sich der VfB dagegen ordentlich. "Es ist ein kleiner Schritt, den wir in die richtige Richtung gemacht haben. Wir haben hinten gut gestanden, hatten eine gute Organisation", so Abwehrchef Waldemar Anton (24), dessen Rückkehr nach abgelaufener Rot-Sperre Stuttgart sichtlich guttat.

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Ähnlich positiv sah Matarazzo die Abwehrleistung seiner Elf: "Alle wollten das Tor sauber halten!"

Doch wie ist die Gesamtsituation beim VfB einzuschätzen? Fakt ist: Beim VfL Bochum waren drei Punkte fest eingeplant und fünf Zähler nach sechs Partien sind zu wenig. Dementsprechend befinden sich die Schwaben in einem Tief.

Coach Matarazzo hatte das Duell gegen Bochum selbst zum Schlüsselspiel auserkoren. Er dürfte nun feststellen, dass seine Schützlinge noch nicht auf dem Niveau sind, wie er es gerne hätte. Dementsprechend könnte dem VfB, wie befürchtet, ein stürmischer Herbst bevorstehen. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) empfängt Stuttgart die TSG 1899 Hoffenheim.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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