Der VfB hat sich bei der Schmach gegen den KSC zu "blöd angestellt"

Stuttgart - Ein vermeintlich harmloser Kullerball traf den VfB Stuttgart letztlich mitten ins Herz. Durch ein kurioses Tor von Lukas Fröde aus dem Getümmel heraus verloren die Schwaben am Sonntag das Baden-Württemberg-Derby beim Karlsruher SC mit 1:2 (1:1).

KSC-Trainer Christian Eichner (37, 2. v. r.) bejubelt beim Schlusspfiff den Sieg gegen den VfB Stuttgart.
KSC-Trainer Christian Eichner (37, 2. v. r.) bejubelt beim Schlusspfiff den Sieg gegen den VfB Stuttgart.  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

Damit kassierten sie einen bitteren Rückschlag im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga. Wieder mal gegen einen klaren Außenseiter. Wieder mal auswärts, wo der VfB in dieser Saison bislang nur 17 von 48 möglichen Punkten geholt hat.

"Das tut natürlich weh", räumte Trainer Pellegrino Matarazzo (42) nach der ersten Stuttgarter Derby-Niederlage gegen den KSC seit 13 Jahren ein. In der 72. Minute war der entscheidende Gegentreffer gefallen. 

"Das ist im Großen und Ganzen zu wenig, das ist nicht unserer Anspruch", pflichtete Mittelfeldspieler Philipp Klement (27) gegenüber "Sky" bei und fügte verärgert hinzu: "Ich würde nicht sagen, dass sie mehr Körner hatten, ich würde eher sagen, wir haben uns blöd angestellt."

Bei noch drei verbleibenden Partien liegt der VfB als Tabellendritter nur noch einen Punkt vor dem Vierten aus Heidenheim. Der direkte Wiederaufstieg ist in akuter Gefahr - auch wenn der zweitplatzierte Hamburger SV auch nur einen Zähler mehr hat.

KSC-Coach Eichner mit Seitenhieb gegen VfB-Sportdirektor Mislintat

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42, rechts im Bild) sitzt während des Spiels bedient auf der Bank.
VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42, rechts im Bild) sitzt während des Spiels bedient auf der Bank.  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

Der KSC hingegen sprang dank seines Coups aufgrund des knapp besseren Torverhältnisses auf den Nicht-Abstiegsplatz 15 und holte sich nach zuvor vier sieglosen Partien in Folge neues Selbstvertrauen für den Schlussspurt.

"Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft", sagte Coach Christian Eichner (37) und konnte sich einen kleinen Seitenhieb in Richtung des Stuttgarter Sportdirektors Sven Mislintat (47) nicht verkneifen.

"Ich habe der Mannschaft am Montag die Videobotschaft weitergeleitet, in der die klare Ansage Richtung Karlsruhe kam, die drei Punkte mitzunehmen. Das hat uns durch die Woche getragen, war Ansporn für uns, jeden Tag an die Grenze zu gehen. Genau das hat die Mannschaft heute gezeigt", so Eichner.

Für den VfB Stuttgart geht es jetzt am kommenden Mittwoch in der heimischen Mercedes-Benz Arena gegen den SV Sandhausen (18.30 Uhr/Sky) weiter. 

Dort muss die Matarazzo-Truppe auf Mittelfeld-Stabilisator Wataru Endo (27) aufgrund dessen fünfter Gelben Karte verzichten.

Titelfoto: Uli Deck/dpa-pool/dpa

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