Derby-Blamage! VfB Stuttgart versagt im Duell gegen den Karlsruher SC

Karlsruhe - Schwäbische Derby-Blamage! Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart verlor am 31. Spieltag gegen den Karlsruher SC mit 1:2 (1:1) und verspielte somit die gute Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg. Marvin Wanitzek erzielte die 1:0-Führung für den KSC (7. Minute), ehe Nicolas Gonzalez zum 1:1 ausglich (35./Foulelfmeter). Zum 2:1 für die Heimmannschaft traf Lukas Fröde (72.). 

Karlsruhes Dominik Kother und Stuttgarts Gonzalo Castro (l.) kämpfen um den Ball.
Karlsruhes Dominik Kother und Stuttgarts Gonzalo Castro (l.) kämpfen um den Ball.  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo ging das Derby im Vergleich zur Nullnummer gegen den VfL Osnabrück mit zwei Startelf-Änderungen an: Philipp Förster und Orel Mangala nahmen auf der Bank Platz, für sie begannen Silas Wamangituka und Philipp Klement. 

Im Vorfeld der Partie hatten sich die Schwaben vorgenommen, mehr Mut zu zeigen. Doch davon war im leeren Karlsruher Wildparkstadion zunächst nichts zu spüren. Stattdessen war der KSC oben auf, der von Beginn an rotzfrech agierte und die Schwaben früh attackierte. 

Dies trug umgehend Früchte: Nach einem kapitalen Fehlpass von VfB-Verteidiger Marcin Kaminski, leitete Dominik Kother die Kugel auf Jerome Gondorf weiter, der Übersicht bewies und auf Wanitzek ablegte. Der Ex-Stuttgarter zeigte sich in der Folge eiskalt und verwandelte den Ball ins obere Eck des VfB-Gehäuses zum 1:0 für den KSC (7.). 

Zu diesem Zeitpunkt eine völlig verdiente Führung für die Badener, die nur kurze Zeit später erneut durch Wanitzek hätten nachlegen können, der nach einem langen Ball frei vor VfB-Keeper Gregor Kobel auftauchte. Doch Holger Badstuber bekam im letzten Moment noch ein Bein dazwischen (10.). 

Nicolas Gonzalez besorgte den Ausgleich für den VfB Stuttgart, dann folgt der Schock für die Schwaben

Karlsruhes Jerome Gondorf (l.) und Stuttgarts Nicolas Gonzales im Zweikampf.
Karlsruhes Jerome Gondorf (l.) und Stuttgarts Nicolas Gonzales im Zweikampf.  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis auch der VfB ins Spiel kam und immer mehr die Oberhand gewann. 

Fehlte zunächst die Präzision, war es dann Silas Wamangituka, der plötzlich in den Strafraum der Karlsruher eindrang und von Manuel Stiefler zu Boden gerungen wurde. Schiedsrichter Timo Gerach entschied sofort auf Elfmeter, den VfB-Stürmer Gonzalez mutig in die Mitte zum 1:1-Ausgleich und Halbzeitstand verwandelte (33.). 

Nach Wiederanpfiff kamen die Schwaben mit viel Schwung aus der Kabine, doch die ganz großen Gelegenheiten blieben aus. Dies lag vor allem an der kämpferischen Leistung des KSC, die auch im Spiel nach vorne häufiger Nadelstiche setzten. 

In Schock-Starre verfielen die Schwaben dann in der 72. Minute: Nach einer Ecke schaltete Fröde im Gewusel am schnellsten und erzielte aus dem berühmten Nichts den erneuten 2:1-Führungstreffer für den Karlsruher SC. 

Damit hatte der KSC dem schwäbischen Erzrivalen den Zahn gezogen, die der Pleite nichts mehr entgegenzusetzen wussten und somit ihre gute Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg verspielten. 

Titelfoto: Uli Deck/dpa-pool/dpa

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