Gelingt VfB-Stürmer Gonzalez der Sprung von Liga Zwei in die Champions League?

Stuttgart - Nicolas Gonzalez (22) würde den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart gerne verlassen, wie der argentinische Stürmer pünktlich zur Öffnung des Sommer-Transferfensters verkündete. (TAG24 berichtete)

Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat (47).
Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat (47).  © Marijan Murat/dpa

Ob ihm dieser Wunsch erfüllt wird, ist allerdings fraglich. So müsste ein Interessent wohl tief in die Tasche greifen - die ist Rede von 15 bis 20 Millionen Euro. 

Eine hohe Summe für den Stürmer, der in der zurückliegenden Saison - in der Zweiten Liga - zum ersten Mal konstante Leistung ablieferte. 14 Treffer gelangen dem Angreifer, der meist über die linke Seite der Stuttgarter Dampf machte. 

In der Abstiegs-Saison des VfB 2018/19, als sich Gonzalez zum ersten Mal in der Bundesliga beweisen sollte, wirkte er zwar noch häufig überfordert. 

Einen erneuten Versuch sich dort zu bewähren, will der Argentinier trotzdem vermeiden. 

Ihn reizt die ganz große Bühne: Inter Mailand, aber auch Stadtrivale AC und der spanische FC Valencia sollen infrage kommen. Außerdem gilt Atalanta Bergamo als Interessent. Bei Inter und Bergamo könnte der 22-Jährige höchst wahrscheinlich in der kommenden Saison sogar Champions League spielen. 

AC oder Inter Mailand? Nicolas Gonzalez hat beim VfB Stuttgart noch einen langen Vertrag

Stürmischer Argentinier: Nicolas Gonzalez (22).
Stürmischer Argentinier: Nicolas Gonzalez (22).  © Tom Weller/dpa-Pool/dpa

Eine Perspektive, die der VfB Stuttgart Gonzalez nicht bieten kann. 

Die Schwaben waren dagegen ihren Ansprüchen entsprechend froh, dass der Argentinier mit seinen Treffern maßgeblich zum Aufstieg beitragen konnte und, dass er gegenüber der verkorksten Erstliga-Saison eine Leistungssteigerung zeigte. Manche befürchteten wohl schon, dass seine Karriere in jungen Jahren stagnieren könnte. 

Doch es kam anders. Als er beim Stuttgarter 5:1-Kantersieg gegen den SV Sandhausen einen Doppelpack schnürte, lobte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo: "Es sind viele Qualitäten, die ich bei Nico schätze. Am meisten gefällt mir aber, dass er ein Siegertyp ist. Er bringt die nötigen Emotionen mit und geht die Extra-Meter." (TAG24 berichtete

Gespannt darf man nun sein, wie der emotionale Gonzalez reagiert, wenn die Verhandlungen um ihn ins Stocken geraten sollten. Weil das Transfer-Fenster coronabedingt bis Mitte Oktober geöffnet ist, droht eine Hängepartie. 

Der VfB wird sich gut überlegen, ob man Gonzalez abgibt. Vertrag hat der Argentinier noch bis 2023. Und gute Stürmer gibt es nicht wie Sand am Meer.

Erst recht nicht günstig, was der Ersatz in Zeiten der Corona-Krise sein müsste. 

Titelfoto: Tom Weller/dpa-Pool/dpa

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