Meine Meinung: VfB-Bosse setzen mit Matarazzo-Jobgarantie ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel!

Stuttgart - Klare Ansage: Trotz der deftigen 2:3-Pleite des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart bei Holstein Kiel sprach Sportdirektor Sven Mislintat (47) seinem Trainer Pellegrino Matarazzo (42) eine Jobgarantie aus. 

Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat (47).
Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat (47).  © Guido Kirchner/dpa

"Hier ist intern ganz klar, dass Rino in jedem Fall unser Trainer ist nächstes Jahr", sagte Mislintat am Montag und betonte, daran gäbe es nichts zu rütteln. Selbst, wenn der VfB Stuttgart den Aufstieg verspielen sollte. 

Eine mutige Aussage des Sportdirektors, hinter der selbstverständlich Kalkül steckt. 

So versucht der VfB mit aller Macht, die Diskussionen um Matarazzo, die spätestens nach der Pleite in Kiel entflammten, im Keim zu ersticken. 

Problem ist nur: Dies wird nicht funktionieren. 

Sollten die Schwaben in den kommenden Partien gegen den Hamburger SV und Dynamo Dresden ähnlich schwach auftreten wie zuletzt, werden die Fragen nach dem Trainer trotzdem kommen. 

Der Effekt der vermeintlichen Jobgarantie ist dagegen ein ganz anderer: Die VfB-Bosse setzen ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel! 

Jobgarantien beim VfB Stuttgart sind wertlos

Mit Jobgarantie ausgestattet: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).
Mit Jobgarantie ausgestattet: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

Es wäre nämlich nicht das erste Mal, dass eine Jobgarantie beim VfB Stuttgart wertlos ist. 

In der vergangenen Abstiegssaison war es VfB-Boss Thomas Hitzlsperger, der seinem damaligen Trainer Markus Weinzierl nach einem 1:1 im Bundesliga-Kellerduell gegen den 1. FC Nürnberg versprach: "Wir ziehen das durch - gemeinsam." (TAG24 berichtete)

Zwei Wochen später ging der VfB sang- und klanglos mit 0:6 beim FC Augsburg unter, und Weinzierl wurde entlassen

Wie wenig Aussagekraft solche Jobgarantien im schnelllebigen Fußballgeschäft haben, ist also längst bekannt.

Umso erstaunlicher, dass nun Mislintat diese deutlichen Worte wählte. 

Sollte er sein Versprechen nicht einhalten, muss der Sportdirektor höchst persönlich den Kopf hinhalten. 

Titelfoto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

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