Meine Meinung: VfB-Coach Matarazzo braucht schnell Antworten, sonst war's das!

Stuttgart - Nach der Pleite beim SV Wehen Wiesbaden und dem dritten Spiel ohne Sieg in Folge lagen beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart die Nerven blank. 

Stuttgarts Marc Oliver Kempf (l-r), Wiesbadens Manuel Schäffler und Stuttgarts Wataru Endo kämpfen um den Ball.
Stuttgarts Marc Oliver Kempf (l-r), Wiesbadens Manuel Schäffler und Stuttgarts Wataru Endo kämpfen um den Ball.  © DPA/ Uwe Anspach

Aber kein Wunder, so war der Auftritt des schwäbischen Aufstiegsaspiranten über weite Strecken blutleer und erinnerte an die Phase der Hinrunde, als der VfB gegen Wehen, Holstein Kiel und dem Hamburger SV drei Pleiten in Folge einstecken musste. 

Ähnlich wie bei der Niederlage am Sonntag gegen die Hessen, dominierte damals der VfB - abgesehen von der Partie beim HSV - meist das Geschehen auf dem Platz, doch die Punkte nahm schlussendlich der Gegner mit. 

Deshalb müssen sich die Schwaben, so erschreckend es ist, acht Monate später immer noch die gleichen Fragen gefallen lassen. 

Warum fällt es den Spielern auswärts schwerer ihre Leistung abzurufen als vor heimischer Kulisse? (VfB ergatterte nur magere 14 Punkte auf fremden Platz)

Wieso fehlt Stuttgart die "Widerstandsfähigkeit", wie es VfB-Coach Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat ausdrückten?

Und weshalb wird die spielerische Überlegenheit zu selten in Tore umgemünzt? 

Bald Endspiele für VfB-Coach Pellegrino Matarazzo?

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42) braucht schnell Lösungen für die Probleme des VfB.
VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42) braucht schnell Lösungen für die Probleme des VfB.  © Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

Für diese Fragen braucht VfB-Coach Matarazzo nun schnelle Antworten, sonst war's das für den im Dezember eingestellten Trainer schon. 

So begann genau in dieser Phase, die dem Amerikaner jetzt bevorsteht, in der Hinrunde die kurze Ära seines Vorgängers Tim Walter zu bröckeln. 

Entlassen wurde dieser zwar erst zwei Monate später, doch so viel Zeit wird Matarazzo nicht bekommen. 

Der VfB wird nämlich mit aller Macht versuchen, das Ziel Aufstieg, das spätestens nach der Pleite gegen Wehen in Gefahr geraten könnte, zu realisieren.

Dieses Ziel steht über allem, auch über der gewünschten Kontinuität auf der Trainerposition, wie Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger zu Beginn der Rückrunde sagte. 

Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) reisen die Schwaben zur Partie gegen Holstein Kiel, ehe es am folgenden Donnerstag (20.30 Uhr) im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Hamburger SV um die Wurst geht. 

"Jedes Spiel ist ein Endspiel", sagte Trainer Matarazzo zuletzt aufgrund der ständigen Bedrohung eines coronabedingten Saison-Abbruchs. 

Dass diese Aussage bald für sein persönliches Schicksal gelten könnte, hat er zu diesem Zeitpunkt wohl nicht gedacht. 

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

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