Beim VfB Stuttgart kristallisiert sich eine Stammelf heraus

Stuttgart - Nach dem harten Trainingslager im österreichischen Kitzbühel ist beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart Erholung angesagt. 

Musste die Kapitänsbinde abgeben: Stuttgarts Verteidiger Marc Oliver Kempf (25).
Musste die Kapitänsbinde abgeben: Stuttgarts Verteidiger Marc Oliver Kempf (25).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Zwei Tage dürfen sich die Profis regenerieren, ehe Trainer Pellegrino Matarazzo (42) seine Schützlinge am Dienstag wieder auf dem Trainingsplatz begrüßt. 

Verdienter Lohn, nach getaner Arbeit: "Es war ein gutes Trainingslager, haben gut gearbeitet; inhaltlich, athletisch", zeigte sich der Coach zufrieden. 

Auch was das Team angeht, sei man noch mehr zusammengewachsen, erklärte Matarazzo: "Wir haben eine gute Energie in der Truppe, was ich auch bei der Feier gespürt habe." 

Am Freitag saß der VfB-Tross nämlich in einer Hütte zusammen und genoss den gemeinsamen Abend. Dabei wurde gesungen und gut gegessen, wie die Stuttgarter Zeitung berichtete. 

Es herrscht also gute Laune beim Aufsteiger. Keine Selbstverständlichkeit, denn immerhin neigt sich die Saisonvorbereitung dem Ende zu und der Konkurrenzkampf ist groß.  

Viele freie Plätze in der Startelf des VfB Stuttgart gibt es nicht mehr

Kämpfen um die Stammplätze: Die Profis des VfB Stuttgart.
Kämpfen um die Stammplätze: Die Profis des VfB Stuttgart.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eine schwere Entscheidung wurde schon getroffen: Marc Oliver Kempf (25) musste das Kapitänsamt an Gonzalo Castro (33) abtreten. 

Ein Entschluss von Trainer Matarazzo, der vielleicht für einen gewissen Ausgleich sorgen soll. Denn der VfB hat einen der jüngsten Kader der Liga und Castro (383 Bundesliga-Einsätze) bringt die größte Erfahrung mit. 

Außerdem hat Kempf längst keinen Stammplatz mehr, was zumindest die Entscheidung gegen ihn beeinflusst haben dürfte. 

Nach zweimonatiger Zwangspause (Schultereckgelenkssprengung) feierte er am Samstag gegen Arminia Bielefeld zwar sein Comeback, doch die Konkurrenten Marcin Kaminski (28), Waldemar Anton (24), Pascal Stenzel (24) und Borna Sosa (22) dürften derzeit die Nase vorn haben. 

In den letzten beiden Testspielen des Trainingslagers bildeten die vier die Stuttgarter Abwehrkette. Doch auch insgesamt nimmt die Stammelf von VfB-Trainer Matarazzo immer mehr Konturen an. Auffällig ist, dass Mateo Klimowicz (20) bei den Tests viel Einsatzzeit bekam. Nicolas Gonzalez (22), Silas Wamangituka (20), Wataru Endo (27) scheinen gesetzt - Keeper Gregor Kobel ist Stuttgarts Nummer eins. Viele freie Plätze sind also nicht mehr zu vergeben, ehe der VfB am Samstag im Robert-Schlienz-Stadion auf den RC Strasbourg (16.30 Uhr) trifft. 

Wer bei diesem Test von Beginn an auf dem Rasen steht, dürfte auch beim Saison-Start gute Karten haben. 

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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