VfB-Legende Timo Hildebrand: "Es tut mir in der Seele weh!"

Stuttgart - Der schwelende Machtkampf beim VfB Stuttgart bewegt seit Wochen viele Menschen.

Im Jahr 2007 wurde Timo Hildebrand (41) mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister. (Archivbild)
Im Jahr 2007 wurde Timo Hildebrand (41) mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister. (Archivbild)  © Ronald Wittek/dpa

Jetzt äußerte sich einer dazu, der mit den Schwaben viele erfolgreiche Jahre erlebt hat: Ex-Torwart Timo Hildebrand (41).

"Ich bin Fan und Mitglied meines Herzensvereins VfB. Zu sehen wie er sich von innen heraus vergiftet, tut mir in der Seele weh!", schrieb die Vereinslegende auf seinem Instagram-Kanal.

Auslöser seines Statements war die brisante Ankündigung von Präsident Claus Vogt (51), die Mitgliederversammlung samt Präsidentenwahl zu verschieben.

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Dieser ignorierte damit den Willen der Präsidiumsmitglieder Rainer Mutschler und Bernd Gaiser, die auf dem Termin im März beharren.

Dazu schrieb Hildebrand verärgert: "Die Zeiten der Alleinherrscher sind vorbei. Das Ego eines Einzelnen sollte nie über einem Verein bzw. einem Team stehen."

Der ehemalige Keeper betonte aber, ihm gehe es nicht darum, sich auf "eine Seite zu stellen, aber was ist das für ein Signal an die Mitarbeiter, an eventuelle Neuverpflichtungen, Sponsoren und und und." Erfolg habe man laut Hildebrand nur "als Einheit", die der VfB aktuell nicht repräsentiert. Für den 41-Jährigen gibt es in diesem "internen Machtkampf nur Verlierer".

Ex-VfB-Keeper Timo Hildebrand äußert sich bei Instagram zum Machtkampf in Stuttgart

Mit dem VfB Stuttgart wurde Timo Hildebrand Deutscher Meister

Hildebrand wurde 2007 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister. Anschließend tingelte er durch Europa, unter anderem war er beim FC Valencia und Sporting Lissabon unter Vertrag. Zwischenzeitlich hütete er außerdem das Tor der TSG 1899 Hoffenheim. An die großen Erfolge, die er mit den Schwaben feierte, konnte er aber nicht mehr anknüpfen.

Nach einem kurzen Engagement beim FC Schalke 04 beendete er bei Eintracht Frankfurt seine Karriere. Inzwischen setzt er sich für Tierrechte ein und ernährt sich weitestgehend vegan.

Titelfoto: Ronald Wittek/dpa

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