VfB-Kapitän Kempf über das Training in der Corona-Krise: "Es fühlt sich fast schon falsch an"

Stuttgart - Ein kleiner Schritt zurück zur Normalität. Trotz anhaltender Corona-Krise trainiert Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart seit Dienstag wieder gemeinsam.

Stürmerstar Mario Gomez am Ball, Sasa Kalajdzic ist mit dem Rücken zugewandt.
Stürmerstar Mario Gomez am Ball, Sasa Kalajdzic ist mit dem Rücken zugewandt.  © dpa/Sebastian Gollnow

Vieles ist dabei noch gewöhnungsbedürftig. Kommen die Spieler auf dem Trainingsgelände an, werden sie zunächst "geschleust", wie es Mannschaftsarzt Dr. Raymond Best nennt. 

Bedeutet: Am Kabineneingang wird ihnen die Körpertemperatur gemessen und anschließend die Hände desinfiziert. 

Dann wird in Fünfer-Gruppen trainiert. Oberstes Gebot dabei: "Abstand, Abstand, Abstand", so Best. 

Ungewohnt für die Profis: "Es fühlt sich komisch, fast schon falsch an, weil man den Kontakt meiden muss", sagte Marc Oliver Kempf.

"Man kann nicht richtig ausüben, was zum Fußball dazu gehört", so der Kapitän weiter. 

Anstrengend waren die ersten Mannschafts-Einheiten nach der Corona-Zwangspause aber dennoch. 

Nach Kieferbruch: VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf hat mit keinen Nachwirkungen zu kämpfen

Am Ball: Marc Oliver Kempf.
Am Ball: Marc Oliver Kempf.  © DPA/Tom Weller

Kempf verglich die Situation mit dem Vorbereitungsbeginn nach der Sommer-Pause.

"Man hält sich ein Stück weit fit, wenn aber das Fußballspezifische wieder auf dem Plan steht, dann merkt man, dass es nochmal eine andere Belastung ist", so der Kapitän. 

Kempf ist sowieso noch gar nicht so lange wieder zurück auf dem Rasen. 

Erst im Februar hatte er sich bei der Auswärtspartie auf St. Pauli den Kiefer gebrochen. (TAG24 berichtete)

Eine schwere Verletzung, die ihm allerdings keine Schwierigkeiten mehr bereitet. "Habe sogar am Dienstag einen Ball an den Kopf bekommen. Habe zum Glück aber nichts gemerkt", sagte Kempf.  

So kann es der 25-Jährige richtig genießen, nach den Homeoffice-Wochen wieder "Rasen unter den Füßen" zu spüren. 

Fehlt nur noch, dass die Liga wieder losgeht.

Dies könnte am ersten Mai-Wochenende tatsächlich der Fall sein. Ab dem 19. April will die DFL über den weiteren Umgang mit der Corona-Krise diskutieren. 

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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